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Mehr Kinder wegen Komasaufens in der Klinik

Mainz Noch nie sind so viele Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus gekommen wie 2008. Etwa 1500 Jungen, Mädchen und junge Erwachsene wurden wegen eines Vollrausches stationär behandelt, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte.

Das waren knapp 9 Prozent mehr als im Vorjahr und fast 160 Prozent mehr als im Jahr 2000. Erfasst wurden Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 20 Jahren. Zwei Drittel der behandelten Fälle waren Jungen.

Besonders stark nahm im Land die Zahl der sturzbetrunken eingelieferten Kinder zu. 235 Jungen und Mädchen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren wurden 2008 in Rheinland-Pfalz wegen einer Alkoholvergiftung stationär behandelt. Das war fast ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. Wenn man nur die Jungen in dieser Altersgruppe betrachtet, nahm die Zahl der Fälle sogar um mehr als ein Drittel zu.

Bei den 15- bis 20-Jährigen tranken insgesamt 1266 Jungen und Mädchen bis zum Umfallen - und damit 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zunahme hielt sich bei Jungen (+ 7,1 Prozent) und Mädchen (+ 5,4 Prozent) in etwa die Waage.

Bundesweit waren 2008 rund 25 700 Jungen, Mädchen und junge Erwachsene zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus aufgenommen worden. Das waren 11 Prozent mehr als im Vorjahr und 170 Prozent mehr als im Jahr 2000. Dabei holten die Mädchen kräftig auf, wie es hieß. Die Diagnose Alkoholmissbrauch wird erst seit der Jahrtausendwende erfasst. "Noch nie betrank sich eine so große Zahl von Kindern und Jugendlichen derart hemmungslos", sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP), in Berlin. Der regelmäßige Alkoholkonsum Jugendlicher sei in den vergangenen Jahren aber zurückgegangen.

RZO