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Ursula von der Leyen: Ministerin mit starkem Ego

Berlin Dass er innerhalb eines Monats den zweiten Wechsel an der Spitze des Arbeitsministeriums erlebte, nahm Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur für Arbeit, gelassen hin: "Wir sind gut vorbereitet, fast schon trainiert, um der neuen Ministerin zu helfen."

Gut vorbereitet und trainiert - so sieht sich auch Ministerin Ursula von der Leyen. Die neue Zuständigkeit ist ihr aus eigener Sicht wie auf den Leib geschnitten: "Was ich in der Familienpolitik gemacht habe, hat ja ganz enge Beziehung zur Arbeitsmarktpolitik." In ihren bisherigen Themen - darunter der demografische Wandel, die Beschäftigungsproblematik von Alleinerziehenden und die Kinderarmut - habe sich schließlich immer wieder "gespiegelt, was auf dem Arbeitsmarkt los ist". Und als sie die November-Arbeitsmarktzahlen rund 24 Stunden nach ihrem Amtsantritt bewerten musste, war sie souverän wie immer. "Keine Katastrophe, aber auch keine Entwarnung", lautete ihre Botschaft.

Ihr Selbstbewusstsein zieht die CDU-Politikerin auch daraus, dass sie schon Sozialministerin in Niedersachsen war. Die Mitarbeiter empfingen sie mit offenen Armen: "Wohltuend" und "erfrischend", so erste Kommentare. Der 51- Jährigen waren schon früher Ambitionen auf einen neuen Posten nachgesagt worden. In den Koalitionsverhandlungen zur Gesundheitspolitik stand die Ärztin auf Unionsseite an der Spitze, was diese Gerüchte weiter nährte. Der FDP-Politiker Philipp Rösler wurde aber schließlich Gesundheitsminister. Über Umwege hat von der Leyen jetzt doch eine schwergewichtigere Rolle im Kabinett bekommen.

RZO