pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Beruf & Bildung     » News     » Recht     » Weiterbildung     » Wie werde ich…?

Wie werde ich ...? Gesundheits- und Krankenpfleger

Würzburg/Berlin Der Trend spricht für die Pflegebranche: Die Menschen werden immer älter, Patienten bleiben nicht mehr so lange im Krankenhaus wie früher, brauchen aber wie die Älteren weitere Betreuung.

Die steigende Zahl der Pflegebedürftigen zieht einen großen Bedarf an Fachkräften nach sich, zumal es immer mehr Ältere und mehr Menschen mit mehreren Krankheiten gleichzeitig gibt. Gesundheits- und Krankenpfleger haben deshalb gute Chancen auf einen Arbeitsplatz. Und sie haben einen Beruf, der hohes Ansehen genießt: Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage sind sie sogar angesehener als Ärzte oder Richter.

Gesine Hilse leitet am Klinikum der Universität Würzburg die Staatliche Berufsfachschule für Krankenpflege. Nach ihren Worten erkennt die Gesellschaft die Arbeit von Gesundheits- und Krankenpflegerinnen - in dem Beruf arbeiten überwiegend Frauen - mittlerweile an. «Immer mehr Menschen leben in Singlehaushalten», sagt Hilse. Wer dann plötzlich hilfsbedürftig ist und die Familie nicht am Ort hat, braucht Betreuung. «Der Beruf wird immer mehr geachtet, weil man sieht, was Pflege wirklich bedeutet.»

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an staatlichen, privaten oder gemeinnützigen Schulen dauert drei Jahre. «Als Pflegefachkraft übernehme ich zunächst grundpflegerische Aufgaben», erklärt Johanna Knüppel vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe in Berlin. Dazu gehören An- und Auskleiden, Bewegung, Essen und Trinken, aber auch das Waschen. Hinzu kommt das Verabreichen von Medikamenten, die Wundversorgung oder das Überwachen von Blutdruck und Temperatur.

«Kranke und Pflegebedürftige befinden sich in Ausnahmesituationen und sind deshalb sensibel und verletzlich. Sie zu betreuen, bedeutet große Verantwortung», sagt Knüppel. «Man ist derjenige, der die ganzen Emotionen der Patienten erlebt», ergänzt Gesine Hilse. Pflege bedeute Rundum-Betreuung, zu der auch Gespräche gehörten, auch wenn dafür immer weniger Zeit bleibt. «Der Zeitdruck ist sehr groß», sagt die Schulleiterin. Gesundheits- und Krankenpfleger arbeiten in der Regel im Team. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus Wiesbaden gibt es bundesweit etwa 527 000 Vollzeit-Beschäftigte in diesem Job, die meisten im Krankenhaus. Hinzu kommen gut 263 000 Teilzeit- oder geringfügig Beschäftigte.

Nach Hilses Einschätzung braucht es vor allem soziale Kompetenzen, um als Pflegekraft zu bestehen: «Man muss sensibel bleiben, sich aber auch abgrenzen.» Während der Ausbildung haben die Azubis deshalb Psychologieunterricht. Aber auch medizinische Kenntnisse sind wichtig, um Patienten nach einer Krebserkrankung oder einem Herzinfarkt zu betreuen. «Sie müssen wissen, wie ist der Körper aufgebaut, wie funktioniert er, welche Krankheiten haben welche Auswirkungen», erklärt Hilse.

«Traditionell werden die Auszubildenden in den Pflegeberufen recht gut bezahlt», sagt Knüppel. «Zu den Grundgehältern kommen je nach Einsatzort Zulagen dazu, für Nachtarbeit, Schichtdienste, Einsatz in Infektionsbereichen und auf Intensivstationen.» Hilse zufolge verdienen Azubis im dritten Ausbildungsjahr etwa 970 Euro brutto im Monat, nach fünf Jahren Berufserfahrung kommen Pfleger auf 1460 Euro netto monatlich. Eine Stationsleiterin verdiene rund 1700 Euro netto.

Informationen: Berufsverband für Pflegeberufe, Salzufer 6, 10587 Berlin, E-Mail: dbfk@dbfk.de

Berufsverband für Pflegeberufe: www.dbfk.de

Bundesagentur für Arbeit: berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start Weiterbildung und Karriere Fort- und Weiterbildungen für Gesundheits- und Krankenpfleger gibt es viele. «Immer wichtiger werden Fernstudiengänge, die man mit wenigen Präsenztagen von zu Hause aus machen kann, gerade wenn man Familie hat», sagt Johanna Knüppel vom Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe. Möglich sind Spezialisierungen in Bereichen wie Intensivstation, Endoskopie, Notaufnahme, Psychiatrie oder Ambulanz. Auch gibt es Aufbauqualifikationen, um später als Führungskraft eine Station zu leiten. Von Angelika Röpcke, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen