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Google führt Suche per Handy-Kamera ein

Mountain View Mit einer neuartigen Suchfunktion für Mobiltelefone will Google seine führende Stellung im Internet ausbauen.

Mit dem Dienst «Goggles» (engl. Schutzbrille) ermöglicht Google künftig eine visuelle Suche für mobile Endgeräte.

Damit können beispielsweise Sehenswürdigkeiten fotografiert und erkannt werden. «Google Goggles» kann aber auch nach bestimmten Produkten suchen, die zuvor mit der Kamera eines Smartphones aufgenommen wurden. So erkennt «Goggles» eine Weinflasche durch ein Foto des Etiketts und löst eine Suche nach der Weinsorte aus. «Manchmal sagt ein Bild mehr als 1000 Worte», sagte Shailesh Nalawadi, Produktmanager für «Google Goggles» am Montag (7.12.) auf dem Event im Computer History Museum im kalifornischen Mountain View.

Der Suchmaschinenkonzern führt den Dienst zunächst auf Smartphones ein, die mit dem von Google entwickelten Betriebssystem Android arbeiten. Aus Datenschutzgründen will Google vorläufig auf eine Suche nach Gesichtern verzichten.

Auch soll die mobile Suche durch Spracheingaben ausgebaut werden. Der bislang nur für die englische Sprache «Google Voice» verfügbare Dienst soll nun auch auf Chinesisch (Mandarin) und Japanisch bereitgestellt werden. Wann eine deutschsprachige Version von «Google Voice» kommen wird, wurde nicht erwähnt.

Neben den neuen Suchdiensten für Mobilgeräte stellte Google eine Echtzeit-Suchfunktion für die Google-Suchseite vor, mit der dynamisch aktuelle Inhalte zu einer bestimmten Suchanfrage fortlaufend nachgeladen werden. Damit können unter anderem Kurznachrichtendienste wie Twitter oder FriendFeed oder soziale Netzwerke wie Facebook oder MySpace «live» durchsucht werden. Eine ähnliche Live-Suchfunktion hatte kürzlich Google-Wettbewerber Microsoft für seine Suchmaschine «Bing» vorgestellt.

dpa-infocom


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