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Stilles Örtchen: Worauf es beim Katzenklo ankommt

Krefeld/München Was brauchen Katzen? Frisches Futter, Streicheleinheiten, reichlich Schlaf - und ein stilles Örtchen, das seinen Namen verdient. Doch viele Katzen sind mit ihrem Klo gar nicht zufrieden.

Entweder ist es zu klein, der Standort passt nicht, oder es ist zu wenig Streu darin. Wenn Katzen ihre Toilette nicht mögen, halten sie damit in der Regel nicht hinterm Berg, sagt Elke Deininger von der Akademie für Tierschutz in Neubiberg bei München. Im Gegenteil: «Ihren Unmut zeigen die Tiere dann sehr deutlich. Sie machen in Ecken, auf die Couch oder sogar ins Bücherregal.» Dann gilt es, zu reagieren - notfalls mit dem Kauf eines neuen Katzenklos.

Im Laden haben Halter dabei die Qual der Wahl: Allein Fressnapf hat mehr als ein Dutzend unterschiedlicher Modelle im Sortiment. «Es gibt zwei wichtige Unterschiede bei den Katzentoiletten: Haus oder offen, groß oder klein», erläutert Uwe Hölters, Sprecher von Europas größter Fachmarktkette für Heimtierbedarf in Krefeld.

Draußen verrichten Katzen ihr Geschäft dort, wo sie einen guten Überblick haben. Das spricht laut Deininger für ein Klo ohne Deckel. Trotzdem sind laut Hölters auch Toilettenhäuser beliebt - weil aus ihnen beim Scharren weniger Streu herausfliegt. Hier muss der Halter entscheiden, ob es eine zu 100 Prozent artgerechte Lösung sein soll oder eine, die den Staubsaugerbeutel schont.

Wie auch immer die Antwort ausfällt: Scharren muss sein. Deshalb gehören nach Deiningers Worten immer drei bis vier Zentimeter Streu ins stille Örtchen. Dessen Umfang hängt von der Größe der Katze ab - 30 mal 40 Zentimeter sind das Minimum.

«Für Katzen, die ihr Geschäft meistens draußen erledigen, muss die Toilette im Haus nicht riesig sein», sagt Andrea Müller, die bei der Tierrechtsorganisation PETA in Gerlingen in Baden-Württemberg arbeitet und immer wieder Pflegekatzen aus dem Tierheim aufnimmt. Sie hat beobachtet, dass viele Stubentiger bei Toilettenhäuschen mit Klappe vor allem mit letzterer Probleme haben. «Es könnte sein, dass sie sich eingesperrt fühlen oder die mangelnde Belüftung nicht mögen.» Notfalls hilft nur, die Klappe abzumontieren.

Im Handel gibt für verschiedene Altersstufen das jeweils passende Klo. «Das reicht von ganz kleinen Modellen für Katzenkinder bis zur Jumbo-Ausgabe für große Katzen», sagt Uwe Hölters. Das hat laut Müller auch seinen Sinn: «Babykatzen tun sich schwer, den hohen Rand einer Erwachsenentoilette zu erklimmen.» Einem alten Stubentiger mit Arthrose dürfte ein Modell mit niedrigerem Rand recht sein.

Bei der Streu mangelt es ebenfalls nicht an Auswahl. «Es gibt zwei wichtige Kategorien: nicht-klumpendes Hygiene-Streu und klumpendes Streu», erläutert Hölters. Ersteres wird am besten im Wochenrhythmus ausgewechselt. Klumpendes Streu hält sich länger, weil der Halter die Klumpen täglich herausschaufeln kann.

Damit ist es laut Deininger aber nicht getan: «Es können immer noch kleine Kot- oder Urinklümpchen zurückbleiben, die unangenehm riechen können.» Verzichten sollten Katzenbesitzer auf parfümierte Streu. «Das mögen die Tiere gar nicht», ist sich Deininger sicher. Allgemein gilt: Streu sollte möglichst nicht an den Pfoten hängenbleiben sowie frei von Staub und Chemie sein.

Immer wieder nur nachschütten reicht nicht, sagt Müller: «Wenn die Streu zu Ende geht, ist es auch Zeit, die Toilette zu säubern.» Mit Bio-Reiniger, heißem Wasser und einer Bürste. Tabu ist Reiniger auf Pinienbasis: Er kann der Expertin zufolge für Katzen giftig sein. «Wenn sich an der Toilette schon Urinstein abgesetzt hat, kann man Essigreiniger über Nacht einwirken lassen.» Von Desinfektionsmittel rät Müller ab - es sei denn, der Tierarzt hat das ausdrücklich empfohlen, nachdem er eine ansteckende Krankheit festgestellt hat.

Wer mehr als eine Katze hält , gönnt den Vierbeinern besser mehr als nur ein stilles Örtchen. «Schon bei zwei Katzen empfehle ich zwei Toiletten, bei weiteren Tieren mindestens eine Toilette für je zwei Samtpfoten», so die PETA-Mitarbeiterin. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie hat schon ganz anspruchsvolle Exemplare erlebt: «Es gibt Katzen, die wollen je eine Toilette für das kleine und eine für das große Geschäft.» Von Manja Greß, dpa

dpa-infocom



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