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Schumacher-Rätsel: Harte Probe für Heidfeld

Hamburg Vom Ferrari-Teamchef soll Michael Schumacher schon Grünes Licht bekommen haben, das weitere Rätselraten um die Rückkehr des Rekordweltmeisters stellt aber vor allem Nick Heidfeld auf eine harte Probe.

Der 32-Jährige hofft selbst auf das noch freie Formel-1-Cockpit bei den Silberpfeilen. «Meine Zukunftsplanung und mein Ziel sind es, wieder gemeinsam mit Mercedes Erfolge einfahren zu können», sagte Heidfeld der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Deshalb habe ich bereits konkrete Möglichkeiten verstreichen lassen, und wir stellen nach wie vor andere Optionen hinten an.»

Laut der Online-Ausgabe des Fachmagazins «auto, motor und sport» könnten bald die letzten beiden Hürden für eine Rückkehr Schumachers in ein Formel-1-Cockpit aus dem Weg geräumt werden. Auf dem Programm soll ein Treffen mit Ferrari-Chef Luca di Montezemolo stehen. Bei dem Gespräch geht es um die Freigabe für den Wechsel zu Mercedes Grand Prix. Teamchef Domenicali habe sein Okay bereits gegeben. Außerdem wird sich Schumacher in der Sportklinik Bad Nauheim noch einmal wegen seiner Nackenverletzung untersuchen lassen, die er sich im Februar bei einem Motorradunfall zugezogen hatte. Sollte der 40-Jährige fit sein, könnte er schon bald bei Mercedes unterschreiben.

Heidfeld, der 1997 seinen ersten Formel-1-Test in einem McLaren-Mercedes absolvierte und 1999 den Formel 3000 Titel im Mercedes Junior Team gewann, ist indes noch immer ohne Vertrag. Dass er weitermachen will, ist unzweifelhaft. Was Schumacher will, weiß momentan wohl nur er selbst. Eine Möglichkeit für Heidfeld wäre wohl auch ein Engagement bei Sauber, dem Nachfolger des BMW-Werksteam, für das er in den vergangenen vier Jahren am Steuer saß.

Auch im Zusammenhang mit Renault wurde der Name Heidfeld in Medienberichten immer wieder genannt. Doch das Wunschteam heißt Mercedes Grand Prix. An der Seite von Nico Rosberg. Aber während Heidfeld im Hintergrund hofft und bangt, überstrahlt «Lichtgestalt» Schumacher schon wieder alles. Die Spekulationen überschlagen sich, und laut Medienberichten soll der Deal mit Mercedes so gut wie klar sein.

«Aus diesem Grund bin ich natürlich nicht unbefangen, was meine Meinung zu den Spekulationen um Michaels mögliches Comeback betrifft», erklärte Heidfeld zu den Gerüchten um die Rückkehr seines einstigen Rivalen. Schumacher, der am 3. Januar seinen 41. Geburtstag feiert, wisse «als Einziger, wie groß sein Hunger und sein Wille sind, sich dem noch mal zu stellen», so der 168-malige Grand-Prix- Starter, der sich nichts sehnlicher wünscht als die Erfüllung seines großen WM-Traums.

Doch im Rennen um ein titeltaugliches Auto könnte Heidfeld ausgerechnet von PS-Rentner Schumacher abgehängt werden, der im Herbst 2006 seine Karriere beendet hatte und dessen Ferrari-Comeback im vergangenen Sommer aus gesundheitlichen Gründen geplatzt war.

Über prominente Fürsprecher kann sich Schumacher nicht beklagen. «Das wäre perfekt und ich würde mir endlich mal wieder ein Formel-1-Rennen anschauen. Das letzte Rennen habe ich gesehen, als Michael noch gefahren ist», meinte Fußball-«Kaiser» Franz Beckenbauer im TV-Sender «Sky» zu einem möglichen Engagement des siebenmaligen Weltmeister bei Mercedes.

«Nun, man würde sich für Michael entscheiden, oder nicht? Das ist gar keine Frage. Es wäre ja die offensichtliche Wahl», hatte jüngst auch schon Formel-1-Geschäftsführer Bernie Ecclestone zur Qual der Wahl geäußert. Der kleine Bruder Ralf Schumacher hielt sich allerdings mit Einschätzungen zurück: «Ich hielte es allerdings für falsch, öffentlich Michaels Pläne und Ziele zu kommentieren, auch wenn ich dazu sowohl als Bruder wie als Rennfahrer eine klare Meinung habe. Ich bin sicher, dass Michael die für ihn richtige Entscheidung treffen wird.»

Die einzigen, die eingeweiht sein müssen, geben mehr Rätsel auf als Antworten. Schumacher ließ sich bislang nur entlocken: «Wer weiß?» Mercedes erklärt wiederholt und unverändert: «Es wird immer spekuliert, solange ein Sitz in unserem Team nicht besetzt ist. Und manche Spekulationen sind eben auch Träume, die nicht in Erfüllung gehen.» Welcher Traum nun für Heidfeld in Erfüllung geht, hängt wohl weiter an Schumacher.

dpa-infocom



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