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Ciao Schumi - Schädelbasis ein Knackpunkt

Hamburg Italien sagt schon Ciao Schumi und Nico Rosberg gerät wieder ins Schwärmen.

Nach dem «Grünen Licht» von Ferrari könnte Michael Schumacher aber auch beim zweiten Comeback-Versuch von seiner alten Motorrad-Verletzung ausgebremst werden.

Vor vier Monaten musste der Rekordweltmeister kurz vor seiner Rückkehr in die Formel 1 kapitulieren. Nicht die Halswirbelfraktur, sondern die Verletzung an der Schädelbasis, die Schumacher am 11. Februar bei seinem Sturz auf dem Zweirad in Cartagena ebenfalls erlitten hatte, verhinderte das Comeback des siebenmaligen Champions. Er entschied sich aus gesundheitlichen Gründen gegen eine Rückkehr, nachdem er Ende 2006 als Pilot ausgestiegen war.

Nichts ist derzeit entschieden, von den Beteiligten gibt es zwar keine Dementi, erst recht aber keine Bestätigungen. Schumachers möglicher neuer Teamkollege Rosberg («Ich habe natürlich von dem Gerücht gehört, ich weiß aber nicht, was an den Spekulationen dran ist.») erklärte: «Für die Formel 1 wäre das eine Supersache. Und ich würde mich natürlich freuen. Gegen ihn zu fahren wäre eine große Herausforderung.» Schon tags zuvor hatte der 24-Jährige bei einem Sponsoren-Termin in Abu Dhabi von einer möglichen «Super-Konstellation» gesprochen. Schumacher, der sieben WM-Titel bei 250 Grand-Prix-Teilnahmen vorweisen kann, bringe Erfahrung mit, was wichtig sei. Wenn es soweit käme, will Rosberg den 17 Jahre älteren Schumacher aber «auch schlagen».

Es ist aber noch nicht soweit. Von der Sportklinik in Bad Nauheim um Chefarzt Johannes Peil gibt es zum aktuellen Gesundheitszustand von Schumacher bislang keinen Kommentar. Dafür äußerte sich Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo in der Causa Schumacher. «Montezemolo hat sich noch nicht mit Schumi an einen Tisch gesetzt, aber am Montag hat er wissen lassen, dass der Vertrag zwischen dem Ex-Fahrer und dem Rennstall keine Blutsbrüderschaft, kein ewiges Band (mehr) ist», schrieb die italienische Zeitung «La Stampa». Schumacher sei «ein ins Regal gestellter Mythos», befand das Blatt, nachdem Montezemolo Ferrari- Berater Schumacher quasi die Freigabe für ein heiß spekuliertes Engagement bei Mercedes Grand Prix erteilt hatte. «Montezemolo lässt Schumi freie Bahn», schrieb «La Repubblica».

Allerdings ist es auch fraglich, ob Mercedes das Risiko eingehen würde, Schumacher ohne einen einzigen Test in einem Rennwagen zu verpflichten. Im August, als der Kerpener für den verunglückten Felipe Massa im Ferrari einspringen wollte, hatten sich die Probleme nach Fahrten in einem alten Formel-1-Boliden bestätigt.

Die Halswirbelfraktur war damals schon ausgeheilt gewesen. «Jedoch war eine feine Struktur im Bereich der Schädelbasis geborsten. Hier liegen noch die Probleme der Belastbarkeit», hatte Peil am 12. August erklärt. «Insofern war es sinnvoll, das Training im Formel-1-Auto aufzunehmen. Nur hier konnte die Antwort auf die spezifische Belastbarkeit in der Formel 1 gegeben werden», erklärte der Mediziner Peil damals. «Keine Beübung, keine Erkenntnisse in der Therapie ersetzt die Erfahrung beim Training im Formel-1-Auto.»

Fakt ist, dass die offiziellen Testfahrten in den neuen Dienstwagen erst im Februar über die Bühne gehen werden. Die Möglichkeit, in einem ausrangierten Rennauto Runden zu drehen, besteht allerdings auch vorher. Ohnehin hatten sowohl Mercedes- Motorsportchef Norbert Haug als auch Team-Geschäftsführer Nick Fry bereits erklärt, dass eine generelle Entscheidung über das zweite Cockpit neben Nico Rosberg nicht bis Weihnachten versprochen werden könne bzw. diese bis Anfang Januar fallen solle. Wie auch immer, das letzte Wort wird Schumacher haben. Von Jens Marx, dpa

dpa-infocom



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