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Walchhofer trotzt Bedingungen und gewinnt Super-G

Val d'Isère Michael Walchhofer hat im Dunst von Val d'Isère den Durchblick bewahrt und seinen 15. Weltcupsieg im alpinen Ski-Weltcup eingefahren.

Zu seiner eigenen Überraschung gewann der österreichische Speed-Spezialist bei schlechter Sicht und Schneefall das einigermaßen verrückte Super-G-Rennen auf dem technisch anspruchsvollen WM-Hang vor dem Amerikaner Ted Ligety. Dritter wurde Werner Heel aus Italien. Einen schwarzen Tag erlebte das Quartett des Deutschen Skiverbands (DSV). Mit fast sechs Sekunden Rückstand schaffte es Stephan Keppler (Ebingen) als einziger auf Rang 31 ins Ziel. Tobias Stechert (Oberstdorf) und die Partenkirchener Brüder Andreas und Peter Strodl schieden aus - wie knapp 50 Prozent der Läufer.

Viele hoch gewettete Athleten konnten in dem an diesem Tag grimmigen Gesicht der Piste «Face de Bellevarde» kaum angenehme Züge entdecken. «Ich bin sehr froh, dass ich im Ziel bin. Ich habe ziemlich viel Angst gehabt», bekannte der am Vortag in der Kombination noch erfolgreiche Doppel-Olympiasieger Benjamin Raich (Österreich) sogar. «Ich habe nur versucht, einen Lauf zu machen, der relativ sicher ist und noch ein paar Punkte bringt.» Die Taktik ging auf: Da der im Gesamtweltcup führende Carlo Janka wie in der Kombination ausschied, rückte Raich mit nun 426 Punkten an den Schweizer (460) heran.

Am besten lief das eher einem Riesenslalom ähnelnde Rennen für Walchhofer. «Das ist eine Riesenüberraschung. Ich hatte einen Riesenfehler, als ich im Ziel gesehen habe, dass ich Erster bin, habe ich mich erst überhaupt nicht ausgekannt», sagte der ehemalige Abfahrts-Weltmeister.

Die alles andere als vor Selbstsicherheit strotzenden deutschen Speed-Herren haderten ebenfalls mit den äußeren Umständen. «Die Verhältnisse waren eine Katastrophe für Leute, die mit hinteren Nummern kamen. Ich bin ins Ziel gekommen, aber das nützt absolut nichts», klagte Keppler. Nächste Chance zur Aufbesserung der enttäuschenden Bilanz zum Auftakt des Olympia-Winters gibt es in einer Woche in Gröden (Italien). «Es kann nur besser werden», sagte Peter Strodl nach dem zweiten Ausscheiden im zweiten Rennen. «Für jemand, der noch Vertrauen sucht, war das wirklich nicht das beste», meinte der 27-Jährige. «Auf dem Terrain und unter den Bedingungen sind sie einfach überfordert», meinte der deutsche Alpin-Direktor Wolfgang Maier.

dpa-infocom


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