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Erster Sister-Act: Riesch Zweite, Riesch Dritte

Are Noch im Zielraum nahmen sich Deutschlands schnellste Ski-Schwestern in den Arm: Maria und Susanne Riesch hatten den erträumten ersten Sister-Act auf dem Weltcup-Podest perfekt gemacht.

«Ein Platz auf dem Podium ist immer schön und mit der Schwester natürlich doppelt», sagte die 25-jährige Maria Riesch, die zwar ihren 13. Weltcup-Sieg um 0,45 Sekunden verpasste, aber die Führung im Gesamtklassement wieder übernahm. Maria freute sich über Platz zwei, Susanne als Dritte über ihr erstes Podest - am schnellsten war wie schon am Samstag beim Riesenslalom-Erfolg von Tessa Worley mit Sandrine Aubert auch im Slalom eine Französin. Aubert kam im 2. Lauf als einzige schneller durch die «Nebelsuppe» im schwedischen Are als Susanne Riesch, deren Angriffslust belohnt wurde und sich in einem lauten Freudenschrei entlud. «Das sind unbeschreibliche Gefühle», sagte die 22-Jährige, die sich fünf Tage nach ihrem Geburtstag selbst beschenkte.

Rosi und Evi Mittermaier, Maria und Irene Epple; der Deutsche Skiverband (DSV) hat wieder ein Schwester-Pärchen, das es auf das Weltcup-Podest geschafft hat. «Das ist schon etwas Besonderes. Es hat sich angekündigt, dass das eine Frage der Zeit ist. Dass es nun relativ flott ging, ist eine coole Sache», sagte Damen-Cheftrainer Mathias Berthold. Im Sog der Geschwister schafften es noch fünf weitere deutsche Slalom-Starterinnen in die Punkte. Und für Maria Riesch war der zweite Rang ein Trost für das ärgerliche Riesenslalom- Aus am Vortag. Auf dem Weg zu ihrer besten Platzierung in ihrer schlechtesten Disziplin war sie mit Zwischenbestzeit ausgeschieden. Als Fünfte war Riesenslalom-Weltmeisterin Kathrin Hölzl die beste des DSV - sie hatte sich den Weg auf das Podest im ersten Lauf verbaut.

«Der Riesenslalom war ein Tag der vergebenen Möglichkeiten», sagte Berthold, der dann aber mit einem «sehr erfreulichen» Ergebnis den WM-Ort von 2007 verließ. Auch Maria Riesch konnte zufrieden sein, wenngleich sie selbst am Sonntag noch der verpassten Großchance im Riesentorlauf nachtrauerte und von einem «leichten Knacks im Selbstbewusstsein» berichtete. Den brauchte sie bei der Abreise aber eigentlich nicht mehr zu haben, denn neben der Slalom-Disziplin- Wertung brach sie mit 441 Punkten auch als Führende im Gesamtklassement vor Lindsey Vonn (USA/421) aus Skandinavien auf.

Und für Susi Riesch war die Welt ohnehin in Ordnung. «Sie fährt eine gute Saison, war zweimal Vierte und nun einmal Dritte», sagte Berthold über die Athletin, die einen langen Reifeprozess hinter sich hat. Ausgerechnet in Are, wo sie 2007 ein bitteres WM-Aus erlebt hatte und harsche Trainer-Kritik einstecken musste, schaffte die 22- Jährige nun endgültig den Durchbruch in die Weltspitze. Talent wurde ihr schon oft bescheinigt, in dieser Saison kann sie es auch zeigen. «Endlich ist es so weit», sagte die «kleine» Riesch, die weniger ein Glamourtyp ist als ihre schon bei TV-Galas aufgetretene Schwester.

In Sachen Ordnung trennen die beiden Rieschs Welten. Daher teilt sich Maria mit Kathrin Hölzl die Weltcup-Bude, Susanne mit Fanny Chmelar. «Das sind die richtig, richtig ordentlichen, wir zwei sind die normalen», sagte Susanne Riesch. Und ein gemeinsames Podest ist eh viel schöner als ein gemeinsames Hotelzimmer.

dpa-infocom



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