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Kombinierer Edelmann feiert ersten Weltcupsieg

Lillehammer(dpa) - Hobby-Musiker Tino Edelmann hat mit dem ersten Weltcupsieg seiner Karriere das Image des «ewigen Zweiten» abgestreift.

Nach einer läuferischen Glanz- und taktischen Meisterleistung stand der Nordische Kombinierer aus Zella-Mehlis in Lillehammer erstmals ganz oben auf dem Podest.

«Das war schön. Ich freue mich riesig», sagte der Vize- Weltmeister im Massenstart. Bereits 20 Meter vor der Ziellinie riss Edelmann die Arme in die Höhe und bejubelte ausgelassen seinen Triumph. Im Finish verwies der 24-Jährige den Finnen Anssi Koivuranta um 2,2 Sekunden auf Rang zwei. Dritter wurde Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis, der am Vortag seinen zweiten Saisonsieg vor dem Norweger Petter Tande und Eric Frenzel gelandet hatte. Der Oberwiesenthaler verpasste 24 Stunden später nach zuvor drei dritten Plätzen als Fünfter erstmals im Olympia-Winter einen Podestplatz.

Dafür war Edelmann, der mit seinem Kollegen Christoph Menz als Musik-Duo «Se Klasse» auftritt, eine Klasse für sich. «Tino hat eine super Form, oder wie man so schön sagt, ein Pfund drauf. Nachdem er am Samstag taktisch nicht auf der Höhe war, hat er das heute hervorragend gemacht. Das war schön anzuschauen», lobte Bundestrainer Hermann Weinbuch seinen Schützling.

Der war nach einem Sprung auf 129,5 Meter als Achter mit einem Rückstand von 24 Sekunden auf die Spitze in die Loipe gegangen. «Er ist das Loch schnell zugelaufen und hat dann andere arbeiten lassen, um Körner zu sparen. Am letzten Anstieg hat er die Spitzengruppe gesprengt», berichtete Weinbuch.

Am Tag zuvor hatte Edelmann als Vierter eine bessere Platzierung aus den Händen gegeben, weil er fast unermüdlich Führungsarbeit geleistet und im Endspurt nichts mehr zuzusetzen hatte. «Wir haben das lange analysiert. Ich habe aus den taktischen Fehlern vom Vortag gelernt. Ich habe mich gut gefühlt und am letzten Berg voll angegriffen. Als ich auf die Zielgerade kam wusste ich, dass es reicht», sagte Edelmann.

Nachdem er bei der WM in Liberec mit zwei Silbermedaillen den Durchbruch in die Weltspitze schaffte, ist Edelmann spätestens nach diesem Erfolg gemeinsam mit Frenzel der große Hoffnungsträger der DSV-Kombinierer für Olympia. «Die beiden sind derzeit richtig gut drauf», meinte Weinbuch. In der Weltcup-Gesamtwertung rückte Edelmann mit 254 Punkten auf Rang zwei hinter Lamy Chappuis (305) vor. Dritter ist Frenzel mit 225 Zählern.

Noch nicht ganz rund läuft es dagegen bei Björn Kircheisen. Nach Rang fünf im ersten Wettbewerb auf der Olympia-Anlage von 1994 reichte es für den Sachsen am Sonntag nur zu Platz 16. «Bei Björn fehlt noch das letzte Quäntchen. Wir warten darauf, dass der Knoten auch bei ihm aufgeht», sagte Weinbuch.

dpa-infocom



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