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Schmitt will Olympia-Medaille - Karriereende offen

Kuusamo Den Kampf gegen die überschüssigen Pfunde hat Martin Schmitt erfolgreich gewonnen, nun will Deutschlands Top-Skispringer im Olympia-Winter auch auf der Schanze eine gute Figur machen und an den Höhenflug der Vorsaison anknüpfen.

«Ich will im Weltcup noch einmal ganz oben auf dem Podest stehen. Und bei Olympia geht es darum, eine Medaille zu gewinnen. Vierter, Achter, Zwölfter oder Achtundzwanzigster - das ist alles das Gleiche bei Olympia. Deshalb ist eine Medaille das Ziel. Ob im Einzel oder in der Mannschaft ist für mich zweitrangig», sagte Schmitt vor dem Weltcup- Auftakt im finnischen Kuusamo.

Der Routinier, der seit fast 13 Jahren im Weltcup dabei ist, war eigentlich schon weg vom Fenster. Doch im Vorjahr feierte er mit Platz vier bei der Vierschanzentournee und WM-Silber von der Großschanze ein viel beachtetes Comeback. Entsprechend groß ist Schmitts Motivation für die Olympia-Saison. «Es ist nicht nur die öffentliche Erwartungshaltung, die steigt, sondern auch die eigene. Ich kann auf ein gewisses Können vertrauen und gehe davon aus, dass ich körperlich in einem guten Zustand bin im Winter», erklärte der 31-Jährige.

Zwar zwickt und zwackt es im Training schon mal, doch die gerade erst wiederentdeckte Lust an seinem Sport hat Schmitt deshalb nicht verloren. Mit Unterstützung von Bundestrainer Werner Schuster und Heim-Coach Stefan Horngacher hat er die Grundlagen gelegt, um wieder ganz vorne mitzumischen. Und das über dieses Jahr hinaus. «Im Moment plane ich erst mal nur bis 2011, aber ich will nichts ausschließen. Hier und da kommt so ein Gedanke, länger zu machen. Derzeit fühlt es sich nicht so an, dass ich sage, es könnte bald vorbei sein. Es könnte nach 2011 schon noch ein, zwei Jahre weitergehen», verriet Schmitt.

In Kuusamo rechnen sowohl er als auch Schuster nicht mit einem Raketenstart in die Saison. «Martin hatte im Juni Probleme. Der Körper hat rebelliert, er war müde. In dieser Phase hat sich ein technischer Fehler eingeschlichen, das ist etwas unglücklich gelaufen. Wir haben mit einem langfristigen Konzept versucht, gegenzusteuern. Ich bin überzeugt, es wird greifen. Ob schon in Kuusamo, weiß ich aber nicht, dafür war die Zeit ziemlich knapp», sagte Schuster vor der ersten Standortbestimmung.

«Ich musste im Sommer Phasen durchmachen, in denen ich überhaupt nicht zufrieden war mit meiner Leistung. Trotzdem haben wir nie unsere Philosophie vom Skispringen infrage gestellt», sagte Schmitt. Weil der viermalige Weltmeister von 1999 und 2001 in der Vorbereitung drei Kilogramm an Muskelmasse zugelegt hatte, musste er über mehrere Wochen Diät halten. «Fehler wirken sich bei höherem Gewicht stärker aus. Wenn man konkurrenzfähig sein will, darf man nicht weit weg sein von der zulässigen BMI-Grenze. Mein Ansatz ist es, über einen längeren Zeitraum abzunehmen. Da muss man keine Radikalkur machen, denn das ist belastend», berichtete der 28-malige Weltcupgewinner.

Das in jedem Sommer wiederkehrende Gewichtsproblem hat er wie immer in den Griff bekommen, nun will er sich in den ersten Wettkämpfen den nötigen Feinschliff auf der Schanze holen. «Der erste Höhepunkt ist die Vierschanzentournee, da will ich in Form sein und möglichst mit einem Erfolgserlebnis Selbstbewusstsein mitnehmen. Das wäre der Idealfall. Bei der Tournee in Form sein und dann bei Olympia noch eine Schippe drauflegen», beschrieb Schmitt seinen persönlichen Fahrplan zur erträumten Medaille in Vancouver. Von Eric Dobias, dpa

dpa-infocom


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