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FC Bayern in Topform - nun kommt die Winterpause

München Die ganze Bundesliga bibbert der Winterpause entgegen, nur im Süden der Republik ist zu später Jahreszeit der Fußball-Frühling ausgebrochen.

Nach Monaten der Enttäuschung benötigte der FC Bayern München schon einen frostigen Wintereinbruch, um endlich richtig in Fahrt zu kommen. Eine perfekte Woche mit drei Siegen aus drei Spielen haben dem Rekordmeister Hoffnung und Selbstvertrauen zurückgegeben. Nicht ganz so in den Überschwang der Gefühle passt da die Erkenntnis, dass bald der erzwungene Kurzurlaub ansteht. «Schade, dass bald Winterpause ist», sagte Kapitän Mark van Bommel, «denn wir haben einen Lauf.»

Die 4:1-Gala von Turin und der 5:1-Kantersieg in Bochum ließen das Stimmungsbarometer beim Rekordchampion wieder in die Höhe schnellen. «Diese Woche war für die ganze Saison entscheidend», prophezeite der wiedergenesene Flügelflitzer Arjen Robben. «Wir strotzen vor Selbstvertrauen», posaunte Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger heraus. Sportdirektor Christian Nerlinger stichelte vor dem letzten Spiel des Jahres gegen Hertha BSC schon mal in Richtung des Tabellenführers: «Ich glaube, Bayer Leverkusen kann uns jetzt so langsam spüren.»

Der glorreiche Einzug ins Achtelfinale der Champions League und die begonnene Aufholjagd auf die Liga-Spitze haben vor allem eine Person gestärkt, deren Zukunft jüngst noch am seidenen Faden hing: Trainer Louis van Gaal. Nach der für ihn «schönsten Woche» in München belohnte der Niederländer seine Spieler mit zwei trainingsfreien Tagen. Erst am 16. Dezember beginnt die Vorbereitung auf das Berlin- Spiel. Dann dürfte auch Kreativspieler Franck Ribéry nach seinen chronischen Kniebeschwerden erstmals seit zweieinhalb Monaten wieder im Kader stehen. «Franck ist so fit wie nie zuvor», sagte van Gaal, der in der Rückrunde wohl ohne Neuzugänge auskommen muss: «Wir planen keine Einkäufe», sagte Nerlinger der «Bild»-Zeitung.

Im Falle eines Sieges zum Hinrunden- Abschluss könnte bei nur noch zwei Zählern Rückstand sogar die Tabellenspitze in Reichweite rücken. «Wir haben uns jetzt jede Woche um zwei Punkte hochgehangelt. Wenn die vor uns schwächeln, dann packen wir sie», betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge. Uli Hoeneß fand gar schon wieder Gelegenheit für Späße. «50 Spieltage waren wir nicht mehr Tabellenführer. Das ist ja fast so lange wie Schalke nicht mehr deutscher Meister war. Nur bei denen sind es Jahre, und keine Spieltage», sagte der neue Präsident bei einem Fanclub-Besuch.

Hoeneß bekräftigte, die Herbstmeisterschaft «nie» aufgegeben zu haben; auch nicht in jenen Wochen, als der FCB reihenweise schlecht spielte und van Gaals Tage früh gezählt schienen. Doch das Blatt hat sich gewendet: «Trainer und Mannschaft sind zusammengewachsen. Jetzt haben wir eine Einheit im Verein.» Die erkannte auch van Gaal - und formulierte klare Ansprüche: «Unser Ziel ist die Meisterschaft und der Pokalsieg. Wir waren 50 Wochen nicht mehr Erster. Es ist gut, wenn wir das wieder werden.»

Wie sein Team hat auch der Coach in kürzester Zeit einen Wandel vollzogen - vom Disziplin-Fanatiker mit arrogantem Touch fast zu einer Art Charmeur. Für Fans und Akteure. «Er redet mit uns Spielern sehr viel und gibt uns das Gefühl, dass er jeden Einzelnen braucht», sagte selbst Miroslav Klose. Der verletzungsanfällige Nationalstürmer durfte letztmals am 22. November gegen Bayer Leverkusen (1:1) spielen - und wird wohl auch gegen die Hertha wieder nur auf der Bank sitzen. Von Michael Brehme, dpa

dpa-infocom


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