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Reisebüro: Nicht nur auf mündliche Auskunft vertrauen

Frankfurt/Main Reisende sollten sich nicht blind auf mündliche Auskünfte in einem Reisebüro verlassen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Frankfurt hervor.

Nach dem Richterspruch haftet ein Reisebüro oder ein Reiseveranstalter nicht für falsche mündliche Auskünfte zu Einreisebestimmungen, wenn einem Kunden die richtigen Angaben schriftlich ausgehändigt werden (Aktenzeichen: 2/24 S 189/08).

Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage eines Touristen gegen einen Reiseveranstalter ab. Der Kläger konnte eine Reise nach Ägypten nicht antreten, weil sein Reisepass keine drei Monate mehr gültig war. Zwar hatte ihm ein Mitarbeiter des Reisebüros die Auskunft gegeben, er könne ohne weiteres mit dem Pass noch einreisen. In der Buchungsbestätigung befand sich jedoch der Hinweis auf die Mindestgültigkeit von drei Monaten.

Vor diesem Hintergrund sah das Landgericht keine Rechtsgrundlage für Schadenersatzansprüche. Die falsche Auskunft des Mitarbeiters sei durch die korrekten Angaben in der Buchungsbestätigung korrigiert worden. Es sei Sache des Reisenden, die entsprechenden Unterlagen zu lesen. Eine Verletzung von Informationspflichten liege jedenfalls nicht vor.

dpa-infocom