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Jürgen Krause erhält Kunstförderpreis

Mainz Jürgen Krause ist Gewinner des mit 5200 dotierten Preises zur Förderung Mainzer Bildender Künstler.

Der in Frankfurt lebende Kreative setzte sich gegen die weiteren Bewerber Nicole Ahland, Heike Gallmeier, Iris Kettner und Kyra Spieker durch.

Die Werke von Krause aus dem Bereich Konzeptkunst zeigen von ihm bearbeitete Alltagsgegenstände, darunter rund 288 Bleistifte, von denen er das Holz bis auf die Mine weggeschnitzt hat. "Unsere Kultur ist weitgehend eine Kultur des Fertiggemachten, Abgeschlossenen und Vollendeten. Krause verweigert sich diesem Dogma vollkommen. In seinen Arbeiten zelebriert er die Poesie des Beginnens und schafft einen Assoziationsraum, der uns zeigt, wo Kunst anfängt und nicht wo sie aufhört und zu Ende gedacht ist", erklärt Kulturdezernent Peter Krawietz bei der Preisverleihung gestern Abend im Rathaus. Neben ihm waren in der Jury noch die Künstler Eva von Platen aus Nürnberg und Heiner Blum, Vertreter der Fraktionen, und Gabriele Rasch vom Kunstbeirat.

Krause hat 1994 bis 2000 an der Akademie für Bildende Künste in Mainz studiert und ist dann zur Städelschule nach Frankfurt gewechselt. 2000 erhielt er ein Förderstipendium an der Gutenberg-Uni und unterrichtete mehrere Jahre an der Akademie.

Dass Kunsthallenchefin Natalie de Ligt die Laudatio auf den 38-Jährigen hielt, war kein Zufall. Schließlich ist er im wahrsten Sinne des Wortes von grundlegender Bedeutung für das Ausstellungsforum im Zollhafen: Krause war 2008 bei der Eröffnungsschau "Alle Zeit der Welt" mit seinen oft akkordartig anmutenden, von wiederkehrenden Handlungen geprägten Langzeitprojekten vertreten. Außerdem hat er den am Eingang liegenden Gedenkstein gestaltet. (ax)

Die Schau ist bis Samstag, 19. Dezember, in der Rathausgalerie zu sehen: Freitag von 8 bis 18, Samstag von 9 bis 14 Uhr.

RZO