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Dax verliert nach «Hexensabbat»

Frankfurt - Der Dax hat am Freitag nach dem sogenannten «Hexensabbat» mit einem leichten Minus geschlossen. Börsianer begründeten die Verluste zum Handelsende mit der schwächeren Entwicklung an den US-Börsen.

Der Leitindex gab seine frühen Gewinne größtenteils wieder ab und ging mit einem Verlust von 0,23 Prozent auf 5831,21 Punkte aus dem Handel. Der MDax gab 0,14 Prozent auf 7393,75 Zähler nach, und der TecDax schloss mit einem Minus von 0,05 Prozent auf 815,34 Punkte.

An den Derivatebörsen liefen vor dem Wochenende Optionen und Futures auf Indizes und einzelne Aktien aus. In welche Richtung der Markt laufen würde, ließ sich Börsianern zufolge wegen dieses sogenannten «Hexensabbats» - dem großen Verfall - kaum vorhersagen. Die dünnen Handelsumsätze in der insgesamt ruhigen Vorweihnachtszeit dürften Börsianern zufolge auch kommende Woche zu größeren zufallsbedingten Schwankungen führen.

Zum spannendsten Thema am Markt avancierten zum Wochenende Meldungen über Volkswagen. Das Emirat Katar übte seine Kaufoptionen aus und wird nun mit 17 Prozent der Stimmrechten dritter Großaktionär bei den Wolfsburgern. Dadurch dürften die Stamm-Aktien noch vor Weihnachten aus dem Leitindex entfernt werden und stattdessen die Vorzugsaktien aufgenommen werden. Die Stämme drehten nach morgendlichen Kursgewinnen ins Minus und sanken am Dax-Ende um 4,69 Prozent auf 76,25 Euro. Die Vorzüge verloren 0,42 Prozent auf 65,95 Euro.

Porsche reagierten zwar kaum auf die Zahlen zum ersten Quartal - sie schlossen mit einem Minus von 2,24 Prozent auf 43,63 Euro. Bei Porsche drehe sich alles nur noch um das Thema Übernahme und Kapitalerhöhung, sagte ein Börsianer. Porsche kündigte am Freitag an, sich auf einer Hauptversammlung den nötigen Spielraum für die geplante Kapitalerhöhung in zwei Jahren verschaffen zu wollen.

Zahlen von US-Konkurrenten sorgten für Bewegung bei den Aktien von SAP und Adidas. SAP-Konkurrent Oracle überraschte in den USA mit einem Gewinn- und Umsatzsprung, was dem Papier der Walldorfer Software-Schmiede ein Plus von 2,06 Prozent auf 32,205 Euro bescherte. Die Adidas-Aktien profitierten nur anfänglich vom Nike-Bericht, gaben dann aber 0,16 Prozent auf 38,57 Euro ab.

Positive Studien trieben Infineon-Titel an die Dax-Spitze, wo die Aktien 4,07 Prozent auf 3,580 Euro zulegten. Am Ende des Leitindex zählten neben den VW-Titeln auch die Bankenwerte zu den Verlierern im Leitindex: Sowohl die Aktien der Commerzbank als auch die der Deutschen Bank büßten jeweils rund zwei Prozent ein. Im TecDax kletterten die Titel von Roth & Rau nach einem Großauftrag mit plus 8,22 Prozent auf 30,67 Euro an die Spitze.

Der EuroStoxx 50 schloss mit einem Minus von 0,71 Prozent auf 2871,22 Punkte. Die Börsen in Paris und London tendierten ebenfalls schwächer. In New York lag der Dow Jones zum europäischen Handelsschluss im Minus.

Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 2,82 (Vortag: 2,85) Prozent. Der Rentenindex REX stieg um 0,11 Prozent auf 124,81 Punkte. Der Bund Future gewann 0,11 Prozent auf 123,53 Punkte. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,4337 (Donnerstag: 1,4343) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,6975 (0,6972) Euro.

dpa-infocom