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Bad Kreuznacher Stadtspitze erklärt nach kritisiertem Zimmerlin-„Rauswurf“ aus städtischen Gesellschaften: Vertrauensbasis nicht mehr gegeben

Bad Kreuznach Die Abberufung Wilhelm Zimmerlins aus den Aufsichtsräten der städtischen Beteiligungsgesellschaft (BGK) sowie der Badgesellschaft ist auf vehemente Kritik gestoßen. Hinter verschlossenen Türen hat der Stadtrat den „Fall Zimmerlin“ behandelt (wir berichteten). In einer Presseerklärung teilt die Stadtverwaltung dazu mit: „Das Wahrnehmen eines Aufsichtsratsmandates beruht auf dem Vertrauen der Gesellschaften. Der Stadtrat entsendet mit einem Vertrauensvorschuss seine Vertreter in die jeweiligen Aufsichtsräte und erwartet die Wahrung seiner Interessen. So war das auch bei Wilhelm Zimmerlin.

Früher war er als Vertreter von Bündnis90/Die Grünen im Aufsichtsrat der Stadtwerke, danach durch die Faire Liste im Aufsichtsrat der BGK, Holding der Stadtwerke, und in der Badgesellschaft. Unbenommen von persönlicher Meinungsfreiheit und Klagerecht zu einzelnen Sachfragen beruht das Mitwirken in den Gremien auf einer Vertrauensbasis. Über Jahre hinweg bröckelte diese zu Zimmerlin und ist inzwischen gebrochen. Daher hat ihn der Stadtrat abberufen. Es geht bei dem mit großer Mehrheit getroffenen Beschluss nicht um einen juristischen Urteilsspruch, sondern um eine politische Entscheidung. Vertrauen ist nicht einklagbar. Es muss erarbeitet und erworben werden, man kann es verlieren oder verspielen.“ (hg).

Fr, 18. Dez. 2009, 16:51 © Rhein-Zeitung & red.web
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