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Der Jaguar XJ: Inbegriff britischen Stils

München Es gibt Autos, die werden nach rein sachlichen Erwägungen gekauft - und solche, bei denen Sachlichkeit kaum eine Rolle spielt. Der Jaguar XJ gehört zweifellos zur zweiten Kategorie.

Denn die britische Oberklasselimousine konnte in Hinblick auf die Fakten nie wirklich mit Autos wie einer S-Klasse von Mercedes mithalten. Stattdessen besaß ein XJ einen besonderen Stil und einen aufwendig gestalteten Innenraum mit reichlich Holz und Leder. Laut der Pannenstatistik des ADAC in München sind in Hinblick auf möglichen Mängel ältere Modelle deutlich problematischer als jüngere XJ.

Nach Angaben des Automobilclubs ist der Jaguar XJ im Lauf der Zeit immer zuverlässiger geworden. Die erfassten Mängel und Defekte betreffen daher eher ältere Fahrzeuge. So stehen Motorgeräusche und durchgebrannte Zylinderkopfdichtungen besonders für den Jahrgang 1998, abgerutschte Kühlschläuche gab es bis 1999. Ebenfalls registriert wurden Störungen im Motormanagement und an den Wegfahrsperren. Bis 1998 gab es außerdem Defekte an den Scheibenwischermotoren.

Die Geschichte der Modellreihe XJ bei Jaguar reicht zurück bis in das Jahr 1968, als das erste so gekennzeichnete Auto vorgestellt wurde. Über die Jahrzehnte wurde vor allem die Frontpartie mit den Doppelscheinwerfern und dem markanten Kühlergrill beibehalten - wenn auch immer wieder modernisiert. Erst mit der gerade vorgestellten Generation hat Jaguar sich von diesem Grunddesign verabschiedet. Auf dem Markt finden sich mittlerweile diverse XJ-Baureihen. Unterschieden wird in Mark 1, der in drei Evolutionsstufen gebaut wurde (1968 bis 1973, 1973 bis 1979,1979 bis 1986), Mark 2 (1986 bis 1994, 1994 bis 1997, 1997 bis 2003) und Mark 3 von 2003 bis 2009.

Als Motoren kamen im XJ vor allem Benziner mit sechs, acht oder sogar zwölf Zylindern zum Einsatz. Bei den Modellen ab 1998 reicht die Bandbreite der Leistungen von 174 kW/237 PS bis hin zu 291 kW/395 PS. Ein Diesel mit 152 kW/207 PS findet sich nur in jüngeren Fahrzeugen unter der Motorhaube.

Einen gebrauchten XJ 3.2 Executive aus dem Jahr 1998 gibt es heute laut der Schwacke-Liste bereits für knapp 3900 Euro. Für einen 395 PS starken XJR aus dem Jahr 2006 müssen rund 33 500 Euro eingeplant werden. Ein XJ6 2.7 Twin Turbo Diesel aus dem Jahr 2007 steht mit 31 950 Euro in der Liste.

dpa-infocom



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