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Forschung: Leuchtende Tapeten statt Lampen

Münster Leuchtende Tapeten statt Lampen an der Decke: In einigen Jahren könnte das Realität werden.

Möglich machen sollen dies organische Leuchtdioden (OLED = Organic Light Emitting Diode).

Das sind wenige Nanometer dünne , folienähnliche organische Halbleiter mit der Eigenschaft, Licht flächig abzustrahlen. Sie lassen sich auf großen Flächen - wie Tapeten - in hauchdünnen Schichten auftragen. Forscher der Universität Münster sind jetzt an einem bundesweiten Projekt beteiligt, das die Entwicklung dieser Dioden vorantreiben soll. Dafür bekommen sie 500 000 Euro vom Bundesministerium für Forschung, das für das Projekt insgesamt 14,7 Millionen Euro ausgibt. Bundesweit sind elf Unternehmen und Forschungsinstitute beteiligt.

«OLEDs erzeugen kaum Wärmeverluste und verbrauchen weniger Energie als andere Lichtquellen», sagte der Forscher Cristian Strassert vom Physikalischen Institut der Uni Münster. «Uns geht es darum, diese Leuchtdioden noch effizienter und umweltfreundlicher zu machen als Energiesparlampen.» Die ersten kleinen OLED-Bildschirme kamen bereits Ende der 90er Jahre auf den Markt. Heute sind OLEDs als Displays in Handys, MP3-Playern, Kameras und Autoradios zu finden.

dpa-infocom



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