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Schwarzarbeit während Krankheit: Fristlose Kündigung

Frankfurt/Main Lässt sich ein Arbeitnehmer während einer Krankschreibung bei der Schwarzarbeit ertappen, riskiert er den sofortigen Verlust seines Arbeitsplatzes.

Das geht aus einem am Montag (7. Dezember) bekannt gewordenen Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) in Frankfurt hervor. Die Richter wiesen damit die Klage eines Schweißers gegen ein Metallbauunternehmen zurück (AZ 6 Sa 1593/08).

Während der Arbeitnehmer bei der Firma krank geschrieben war, hatte er einem Interessenten angeboten, körperlich schwere Arbeiten beim Innenausbau eines Hauses zu übernehmen. Dummerweise handelte es sich bei dem Interessenten jedoch um einen Detektiv, der den Arbeitnehmer im Auftrag der Firma überwachte. Das Unternehmen, das den Mitarbeiter zuvor bereits betriebsbedingt gekündigt hatte, reagierte auf den Vorfall mit einer fristlosen Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Laut LAG-Urteil verletzte der Arbeitnehmer mit seinem Verhalten sowohl seine Leistungspflicht als auch das Vertrauensverhältnis des Arbeitgebers. Daher sei auch nach zwanzig Jahren Betriebszugehörigkeit und einem ohnehin bevorstehenden betriebsbedingten Ende des Arbeitsverhältnisses eine fristlose Kündigung geboten.

dpa-infocom


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