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Stress im Bachelor: Teilzeitstudium oft keine Lösung

Gütersloh Viele Studenten klagen über Stress und Zeitdruck in Bachelorstudiengängen - ein Teilzeitstudium ist für viele bislang aber keine Lösung. «Dann fällt die Bafög-Förderung weg».

Das erläutert Frank Ziegele vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh, das eine neue Studie zu Problemen beim Bafög vorgelegt hat. Faktisch studierten viele zwar Teilzeit, weil sie jobben oder ein Kind zu betreuen haben. Formal müssten Studenten aber Vollzeit studieren, um gefördert zu werden. Zum Arbeiten neben der Uni auf Teilzeit zu gehen, rechne sich für Bafög-Empfänger daher nicht unbedingt, sagte Ziegele. Rund jeder vierte Student erhält Bafög.

Solche Teilzeitmodelle klingen zwar verlockend für Studenten, die nebenher arbeiten oder ein Kind haben. Wer dadurch länger für sein Studium braucht, werde derzeit aber gleich mehrfach bestraft, sagte Ziegele in einem Gespräch. «Man gilt dann ja gleich als Bummelstudent.»

Bafög-Studenten müssten außerdem befürchten, dass die Förderung nicht bis zum Abschluss reicht. Denn die maximale Förderdauer bezieht sich auf die Regelstudienzeit. Zwar gibt es Ausnahmeregeln zum Beispiel für Eltern, die eine Verlängerung der Förderung vorsehen. Dabei sind sie aber auf das Wohlwollen der Sachbearbeiter im Bafög-Amt angewiesen. Denn Studenten müssten für eine solche Verlängerung einen «wichtigen Grund» angeben können, erläuterte Ziegele. «Und was das ist, ist Auslegungssache.» Nach einer früheren Untersuchung des CHE sind solche Geldsorgen ein Grund, warum viele Studenten mit Kind das Handtuch werfen: Rund die Hälfte bricht das Studium ab.

Finanzierungsschwierigkeiten haben aber auch Studenten, die auch während eines Masters noch gefördert werden wollen. Sie müssen derzeit die Altersgrenze von 30 Jahren beachten. Das widerspreche eigentlich einem Grundgedanken der Bolognareform, sagte Ziegele. «Bologna ist ja auch die Idee des Lifelong Learning.» Starten Absolventen nach dem Bachelor zunächst aber in den Beruf und wollen später einen Master draufsatteln, ist es leicht zu spät, um noch Geld vom Staat zu bekommen.

Tausende Studenten protestierten am heutigen Donnerstag erneut gegen die Missstände bei der Bachelor-Umstellung. Sie beklagen unter anderem zu volle Lehrpläne und zu hohen Prüfungsdruck in den neuen Studiengängen. Anlass ist das Treffen der Kultusministerkonferenz in Bonn, bei dem es um ein neues bundesweites Reform-Konzept für die umstrittenen Bachelor- und Masterstudiengänge geht.

Neue Wege für das Bafög: http://dpaq.de/chepapier

dpa-infocom


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