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Klimaschutz im Kleinen - Was der einzelne tun kann

Berlin Beim Klimagipfel in Kopenhagen geht es um die ganz großen umweltpolitischen Themen - viele fragen sich aber auch, was sie im Kleinen tun können. Dabei rettet der einzelne Sparversuch nicht die Umwelt.

In der Summe machen aber viele einzelne Möglichkeiten, Strom oder Energie zu sparen, einen Unterschied, sagte Christian Noll vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin. Einige Tipps des Experten für Energie-Effizienz:

Energiesparlampen seien grundsätzlich eine vernünftige Sache, wenn es um Stromsparen geht, sagt Noll. «Aber Energiesparlampe ist nicht gleich Energiesparlampe. Mit Blick auf die Effizienz gibt es große Unterschiede. Vor dem Kauf sollte man genau nachfragen.» Sinnvoll sei auch, Testergebnisse beispielsweise von Stiftung Warentest zurate zu ziehen. Nicht vernünftig sei der pauschale Ratschlag, zum Beispiel alte 60-Watt-Glühlampen durch 11-Watt-Energiesparlampen zu ersetzen. «Besser ist, sich für die Lichtleistung an der Lumenzahl zu orientieren», rät Noll. «Einer 60 Watt-Glühlampe entsprechen 500 bis 700 Lumen. Bei billigen Lampen ohne Lumenangabe kauft man leicht die Katze im Sack.»

Herd und Backofen sind potenzielle Energiefresser. «Am effizientesten sind solche mit Gas», sagt Noll. Muss aus fossilen Energieträgern wie Gas erst Strom gewonnen werden, gehe dabei schon ein erheblicher Teil der Energie verloren. «Umluftherde sind außerdem effizienter als andere, kleinere brauchen tendenziell weniger Strom als größere.» Auf jeden Fall lohne es sich, bei der Anschaffung nach dem Verbrauch zu fragen. Für einen Single-Haushalt reicht ein «Mini»-Backofen - sonst wird buchstäblich Geld verheizt. Energiesparen ist aber auch beim Kochen möglich: Die Platte rechtzeitig auszuschalten - nicht erst wenn der Topf vom Herd kommt, kann dazu beitragen.

Heizkörper sind oft wärmer als nötig. Dabei lässt sich in diesem Fall tatsächlich leicht etwas zu geringerem Energieverbrauch beitragen: «Ein Grad runterdrehen bringt sechs Prozent weniger Verbrauch. Damit lassen in einem Durchschnittshaushalt mehr als 100 Euro im Jahr sparen», sagt Noll. «Eine kleine Verhaltensänderung hat in diesem Fall große Folgen.» Ein häufiges Missverständnis sei auch, den Regler am Heizkörper ganz aufdrehen zu wollen, damit es schneller warm wird. «Das funktioniert aber nicht», warnt Noll. «Es geht nicht schneller, wird hinterher aber wärmer, und das verbraucht unnötig Energie.»

Heizungsumwälzpumpen sind aus Sicht des Experten ein weithin unterschätzter Faktor: «Das ist der größte Stromfresser beim Thema Heizen überhaupt.» Hausbesitzer sollten ältere Modelle unbedingt gegen neuere drehzahlgeregelte austauschen. «Die älteren verbrauchen ständig Strom, auch außerhalb der Heizperiode.» Außerdem seien die Pumpen oft um den Faktor 4 bis 5 überdimensioniert. Intelligente Pumpen der Energieklasse A könnten dagegen helfen, viel Strom zu sparen.

- Kühlschränke sind kaum verzichtbar , verbrauchen aber genau wie Gefriergeräte viel Energie. Das lässt sich zumindest ansatzweise verhindern, indem bedarfsgerechte Geräte gekauft werden: «Für ein bis zwei Personen reichen 120 bis 150 Liter», erklärt Noll. «Bei mehr Personen rechnet man 50 Liter pro Kopf.» Außerdem sollte auf die Energieeffizienz geachtet werden, die in Klassen wie «A» oder «A++» angeben wird. «Die Feinabstufung wird allerdings oft noch falsch verstanden», sagt Noll. «Zwei'+' bedeuten, dass der Stromverbrauch um die Hälfte geringer ist.» Allerdings gilt auch hier: Die Größe fällt ins Gewicht. «Ein sehr großes Gerät mit 'A+' verbraucht entsprechend mehr Strom als ein kleines mit 'A'.»

Dauerlüften ist tödlich für die Energiebilanz. «Kurzes Stoßlüften ist auf jeden Fall besser. Man kann dabei schnell die Raumluft austauschen, ohne dass die Wände kalt werden.» Beim Dauerlüften falle die kalte Luft außerdem nach unten und erreiche dann auch die Thermostate der Heizkörper. «Und dann dreht die Heizung auf und vergeudet Energie.»

Stand-by verbraucht ebenfalls überflüssigerweise Strom. «Besser ist, Geräte immer ganz auszuschalten», rät Noll. Künftig sei EU-weit zwar vorgeschrieben, dass im Stand-by nur noch ein Watt verbraucht wird. Aber bis dahin ist Ausschalten die bessere Alternative. Der jährlichen Stromverbrauch durch Stand-by-Betrieb entspreche zur Zeit noch der Leistung mehrerer Großkraftwerke. Viele Geräte verbrauchten außerdem noch Strom, wenn sie scheinbar ausgeschaltet sind. Sie tatsächlich vom Stromnetz zu trennen, geht am einfachsten durch eine Steckerleiste, mit der an einer Stelle mehrere Geräte ausgeschaltet werden können.

Computer brauchen inzwischen keine Bildschirmschoner mehr. «Das ist heute Spielerei und Stromverschwendung», sagt Noll. Der Stromverbrauch am Rechner lässt sich noch weiter verringern, wenn in der Systemsteuerung die Einstellung so geändert werden, dass der PC in den Energiesparmodus wechselt, wenn nicht mit ihm gearbeitet wird.

Infos über Stromfresser vom BUND: www. bund.net/stromsparen

Persönliche CO2-Bilanz: Sparen bei Haus und Auto

dpa-infocom


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