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Mehr Netto vom Brutto: Wenn Freibeträge sich lohnen

Neustadt/Berlin Viele Arbeitnehmer hatten in diesen Wochen die neuen Lohnsteuerkarten für 2010 im Briefkasten.

Bevor diese im Personalbüro eingereicht werden, kann es sich lohnen, den ein oder anderen Freibetrag beim Finanzamt eintragen zu lassen.

Denn ob ein neuer Computer, eine teure Dienstreise oder lange Wege zum Arbeitsplatz: Solche Kosten können Arbeitnehmer bei der Steuer absetzen. Und wer das Geld für zu viel gezahlte Lohnsteuer nicht erst nach Ablauf des Steuerjahres über seine Einkommensteuererklärung zurückfordern möchte, nutzt die Freibeträge - und hat jeden Monat mehr Netto vom Brutto.

Voraussetzung für einen Freibetrag sind vergleichsweise hohe Kosten in einer der möglichen Kategorien. «Diese Steuerzahler haben dann etwas mehr Netto», erklärt Bernhard Lauscher von der Vereinigten Lohnsteuerhilfe in Neustadt an der Weinstraße. Allerdings werde dann nach der Jahressteuererklärung nicht mehr viel erstattet. Nach Lauschers Erfahrung wollen viele Steuerzahler lieber einmal im Jahr einen höheren Betrag zurückbekommen und davon etwa ihren Urlaub finanzieren.

Grundsätzlich ist ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung beim Finanzamt notwendig, sagt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler in Berlin. Für 2009 kann ein solcher Antrag noch bis zum 30. November gestellt werden. Dem Antrag ist die Lohnsteuerkarte für 2009 beizufügen. Dann bleibt vom Dezembergehalt besonders viel übrig, denn der Freibetrag wird im letzten Monat des Jahres für das ganze Jahr berücksichtigt.

Ob für 2009 oder für 2010: Der Umfang der Entlastung, die vorab eingetragen wird, muss auch belegt werden können, fügt Harald Hafer vom Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) in Berlin hinzu. «Das vergessen viele.» Manche Freibeträge gelten nur für einen bestimmten Personenkreis - zum Beispiel der Kinderfreibetrag oder der Freibetrag für Behinderte. Für alle Steuerzahler kommen grundsätzlich vier Posten infrage: Werbungskosten, Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und der Punkt «Handwerkerleistungen, haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und haushaltsnahe Dienstleistungen», zählt Käding auf. Allerdings gilt es, vorher herauszufinden, wie viel der Fiskus voraussichtlich zu viel vom Lohn abziehen würde.

Ein Beispiel zeigt, dass nicht jeder Steuerzahler die Freibeträge nutzen kann. So sind die Werbungskosten meist der größte Posten. Darunter fällt laut Käding zum Beispiel die Entfernungspauschale. «Aber wenn ich nur fünf Kilometer zur Arbeit fahre und sonst keine Werbungskosten habe, kann kein Freibetrag eingetragen werden.» Denn die Werbungskosten müssten die Pauschale von 920 Euro übersteigen, um den Freibetrag zu ermöglichen.

Darüber hinaus müssen alle zu erwartenden Ausgaben aus den ersten drei Posten - Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen - den Betrag von 600 Euro übersteigen. Erst dann wird ein Freibetrag gewährt. Lehrer dürfen wieder einen vorläufigen Freibetrag für ihr häusliches Arbeitszimmer eintragen lassen. Derzeit ist beim Bundesverfassungsgericht eine entsprechende Entscheidung anhängig. Von Berit Schmidt, dpa

dpa-infocom



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