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Gebühren drücken die Rendite: Was Fonds kosten

Frankfurt/Main/Stuttgart Viele Anleger achten beim Kauf eines Investmentfonds vor allem auf einen möglichst niedrigen Ausgabeaufschlag.

Auf lange Sicht schmälern aber auch die laufenden Kosten die Rendite eines Fonds.

Manche Anbieter verlangen außerdem mittlerweile erfolgsabhängige Gebühren. Ein Vergleich der unterschiedlichen Anbieter kann sich also bezahlt machen. Worauf müssen Anleger achten? Ein Überblick.

Verwaltungsgebühren

Der wichtigste Posten bei den Fondskosten sind die jährlich zu zahlenden laufenden Verwaltungsgebühren. Sie haben sich bei weltweiten und deutschen Aktienfonds laut dem Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) in Frankfurt in den vergangenen Jahren leicht erhöht. Bei deutschen Aktienfonds stiegen sie von 1,26 Prozent Ende 2007 auf 1,38 Prozent Ende Mai 2009 - auf den ersten Blick sind das niedrige Werte.

«Das ist eine Verteuerung auf dem Rücken der Rendite, die der Verbraucher erringen kann», sagt aber Niels Nauhauser, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in Stuttgart. Schon ein vermeintlich kleiner Unterschied bei den laufenden Gebühren, die Fachleute als Total Expense Ratio (TER) oder Gesamtkostenquote bezeichnen, könne sich schnell bemerkbar machen.

Ein Rechenbeispiel: Wer 10 000 Euro mit einer durchschnittlichen jährlichen Rendite von sieben Prozent über einen Zeitraum von 30 Jahren anlegt, bekommt bei Fondsgebühren von 1,6 Prozent am Ende rund 48 000 Euro, rechnet Nauhauser vor. Liegt die Fondsgebühr dagegen lediglich bei 0,3 Prozent, so liegt das Kapital nach 30 Jahren bei knapp 70 000 Euro - ein Unterschied von immerhin 22 000 Euro.

Sparen durch Indexfonds

Nauhauser rät daher zu passiv gemanagten Fonds, die sich an einem Vergleichsindex wie dem Deutschen Aktienindex (DAX) orientieren und bei denen die Fondskosten meist deutlich niedriger sind als bei aktiv gemanagten Fonds.

Gemanagte Fonds

Wer dennoch gemanagte Fonds vorzieht , kann beim Kauf von Aktienfonds ein ruhigeres Gewissen haben. Bei Rentenfonds fallen Gebühren aufgrund der in der Regel niedrigeren Rendite stärker ins Gewicht als bei Aktienfonds - sie können deshalb für einen Kauf oder Nicht-Kauf ausschlaggebend sein, sagt Karin Baur von der Stiftung Warentest in Berlin. Bei Aktienfonds könne es sich lohnen, die Gebühren in Kauf zu nehmen - sie fallen weniger ins Gewicht.

Erfolgsabhängige Gebühren

Abgedeckt wird mit den laufenden Verwaltungsgebühren alles, was bei der Verwaltung des Fonds anfällt: die Kosten für den Fonds-Manager, für den Druck der Jahresberichte oder für den Wirtschaftsprüfer. Seit einiger Zeit berechnen viele Anbieter zusätzlich eine erfolgsabhängige Gebühr: die sogenannte Performance Fee. Sie wird fällig, wenn beispielsweise ein Aktienfonds einen bestimmten Vergleichsindex schlägt oder eine vorgegebene Mindestwertentwicklung überschreitet.

Ausgabeaufschlag

Neben den laufenden Kosten fallen noch Gebühren für den Kauf des Fonds an. Dieser Ausgabeaufschlag ist mit - je nach Fondsklasse - 3 bis 6 Prozent zwar höher, wird aber nur einmal fällig. Und es gibt Möglichkeiten zum Sparen, wie Baur erläutert: «Man kann zu Direktbanken oder zu freien Fondsvermittlern gehen, die Rabatte auf den Ausgabeaufschlag von bis zu 100 Prozent gewähren.» Von Sebastian Knoppik, dpa

dpa-infocom



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