pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Gesundheit       » News       » Wellness

Wie Patienten eine gute Reha-Klinik finden

Bonn/Halle Ob bei chronischen Leiden, psychischen Tiefschlägen oder nach schweren Operationen: Eine Kur kann helfen.

Doch was muss ein Patient beim Antrag beachten? Und welche Reha-Klinik ist die richtige? Ein Überblick.

«Jeder Patient sollte sich seinen Kurplatz genau anschauen», rät Rotraut Schmale-Grede von der Deutschen Rheuma-Liga in Bonn. «Die Erfahrung zeigt, dass immer wieder Menschen in Kliniken landen, wo sie nicht hingehören.» Auch Prof. Wilfried Mau vom Institut für Rehabilitation der Universität Halle empfiehlt, sich über die Reha-Klinik schlauzumachen. «Es ist sinnvoll, sich vorher über die genauen Angebote zu informieren und auch zu entscheiden, welche Form der Rehabilitation für einen selbst gut ist.»

Beim Antrag sind einige Formalien zu beachten. Die Patienten müssen mit ihrem Hausarzt besprechen, ob eine Reha sinnvoll ist. «Arzt und Patient füllen dann einen Antrag aus, der an die Krankenkasse geht», erklärt Klaus-Dieter Koch vom Verlag Medizinische Medien Informations GmbH, der regelmäßig das «Handbuch Reha- und Vorsorge-Einrichtungen» herausgibt. Die Krankenkasse entscheidet, wer für den Patienten zuständig ist: sie oder die Rentenversicherung. Diese kümmert sich um Berufstätige, die eine Reha beantragen. Die Krankenversicherungen sind dagegen für Rentner und andere Nicht-Berufstätige zuständig.

«Einige Patienten nennen schon in ihrem Antrag ein paar Wunschkliniken«, sagt Koch. «Normalerweise versuchen die Versicherungsträger jedoch zu bestimmen, in welche Klinik man kommt.» Doch auch dann stimmen die Patienten besser nicht einfach zu, rät Mau. «Man sollte beispielsweise auf der Internetseite nachschauen und sich informieren, ob die Klinik überhaupt auf das eigene Krankheitsbild spezialisiert ist.» Denn wer mit der Klinikwahl nicht einverstanden ist, kann mit der Versicherung über eine Alternative verhandeln.

Gut sei auch, wenn an der Klinik Experten mehrerer Fachbereiche arbeiteten, beispielsweise Ergo-, Physio- und Sporttherapeuten. «Eine Reha-Klinik sollte multidisziplinär sein», sagt Mau. Außerdem veröffentlichen einige Kliniken auf ihren Internetseiten Qualitätsberichte. Das ist laut Mau kein Muss, sei aber ein guter Indikator für eine Klinik, da sie bestimmte Informationen über ihr Angebot transparent macht.

Schmale-Grede hat weitere Tipps , wie Patienten für sich die richtige Klinik finden können: «Häufig kann einem der eigene Arzt auch sagen, welche Erfahrungen er mit einer bestimmten Klinik gemacht hat», sagt sie. Auch Selbsthilfeorganisationen seien ebenfalls hilfreich, da sie über die Erfahrungen vieler Erkrankter einen Überblick haben. «Patienten können außerdem eine sogenannte Gemeinsame Servicestelle aufsuchen, die unabhängige Beratung für Versicherte anbietet.» Auch sie könne Tipps und Hinweise zu bestimmten Einrichtungen geben.

Wer eine Reha machen möchte, sollte außerdem entscheiden, ob er lieber eine ambulante oder eine stationäre Behandlung haben möchte. «Ambulante Angebote haben den Vorteil, dass man abends nach Hause zurückkehrt und im eigenen Bett schlafen kann», sagt Mau. Dinge, die in der Reha erlernt werden, können außerdem gleich im Alltag erprobt werden. «Hinzu kommt, dass ambulante Reha-Angebote häufig eine höhere Therapiedichte haben, also innerhalb einer bestimmten Zeit mehr Behandlungen anbieten.»

Das können aber natürlich auch Nachteile sein. «Vielleicht muss ein Patient ja mal von zu Hause weg, dann wäre ein stationäres Angebot möglicherweise besser», erklärt Mau. Der Erholungsaspekt sollte bei einer Reha nicht unterschätzt werden. «Auch ein zu straffes Therapieprogramm könnte für einige Patienten zu anstrengend sein, besonders wenn sie gerade frisch operiert wurden.»

Kliniken mit Reha-Angeboten: www.rehakliniken.de Grenzen der Mitsprache Das Mitspracherecht der Patienten hat Grenzen: zum Beispiel, weil die Wunschklinik mit der eigenen Versicherung keinen Vertrag hat. Oder weil die Wunschklinik deutlich teurer ist als das Angebot, das die Versicherung favorisiert. Patienten sollten auch nicht nur auf Empfehlung eines Bekannten in eine bestimmte Klinik gehen. Möglicherweise ist diese auf ein anderes Krankheitsbild spezialisiert und daher für die eigenen Problemen ungeeignet. Kompliziert ist die Suche aber vor allem wegen des breiten Angebots. Unter www.rehakliniken.de gibt es eine Übersicht aller Kliniken mit Reha-Angeboten, sortiert nach Region und Krankheitsbild. Von Aliki Nassoufis, dpa

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen