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Notarzt für Fische auch Weihnachten im Dienst

Frankfurt/Main Wenn ein Fisch plötzlich Pünktchen bekommt oder nur noch durchs Wasser taumelt, ist es Zeit für den Frankfurter Frank Schraml.

Er ist eine Art Notarzt für Fische - mittlerweile wird er aus ganz Deutschland angerufen, wenn ein Aquarienbewohner in Gefahr ist.

Rund um die Uhr ist er an allen Tagen in der Woche zu erreichen, die besorgten Fischbesitzer müssen nur die richtige Nummer wählen. «So weit ich weiß, habe ich in Deutschland den einzigen Aquarien-Notdienst, der ständig erreichbar ist», erzählt der 40-Jährige.

Er ist schon seit seiner Kindheit ein Freund der Fische. Seine Leidenschaft begann im Alter von zehn Jahren, als er bei einem Preisausschreiben ein kleines Aquarium gewann. Er kaufte sich Fische, und schon war die Begeisterung geweckt. Später half er in seiner Freizeit in einer Zoohandlung aus und entdeckte so seinen Berufswunsch.

Sein Geld verdient er heute hauptsächlich mit seinem Aquarienhandel im Frankfurter Stadtteil Höchst. Den Notdienst bietet der Fische-Fan, der im benachbarten Flörsheim am Untermain wohnt, schon seit 17 Jahren als Extra-Service an. «Ich wollte einfach mehr aus der Beratung machen und den Leuten helfen», sagt er. 10 bis 20 Mal klingelt seine Notruf-Nummer täglich - meistens während der normalen Ladenöffnungszeiten, manchmal aber auch an Weihnachten, zu Pfingsten oder auch mitten in der Nacht. Vielen Anrufern gibt er bereits am Telefon kostenlos Tipps zur Lösung des Problems.

Doch es geht nicht immer ohne Hausbesuch, der mindestens 30 Euro kostet. So zum Beispiel an einem Sonntag im November. Da ruft ihn ein verzweifelter Fischbesitzer an: Das Glas seines Aquariums ist geplatzt. Schraml gab ihm Ratschläge für das Notlager der Fische, dann macht er sich schnell mit einem neuen Aquarium im Gepäck auf den Weg.

Der Fisch-Doktor ist häufig unterwegs , wenn es mit dem Zuhause der Fische ein Problem gibt. Da ist zum Beispiel eine Sauerstoff-Pumpe defekt, oder ein Außenfilter funktioniert nicht mehr. Auch mit den gesundheitlichen Problemen der Tiere kennt sich Schraml aus. Er erinnert sich an einen Anruf einer Frau zu Weihnachten: Ihre Fische hatten auf einmal Pünktchen - ein Zeichen für eine Krankheit. Der Frankfurter streute ein Heilmittel ins Wasser, und die Tiere wurden wieder gesund.

Schraml selbst hat eine Vorliebe für Zebrawelse in seinem heimischen 200-Liter-Aquarium. Ihr schwarz-weißes Muster hat es ihm angetan. Die Leidenschaft des Vaters hat auch die neunjährige Tochter schon angesteckt. Gerne angelt sie sich im elterlichen Geschäft einen Fisch aus dem Wasser, um ihn zu Hause in das eigene Aquarium in ihrem Zimmer zu setzen.

Notruf-Nummer für Aquarien-Besitzer: 0171 / 5338833

Weitere Infos zum Notdienst: www.aquarien-notdienst.de Von Sabine Maurer, dpa

dpa-infocom


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