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Mainz 05

Die Mission heißt Belohnung abholen

Mainz Der letzte Spieltag der Bundesligavorrunde beschert dem FSV Mainz 05 noch ein Highlight. Der Tabellenachte ist heute Abend (20.30 Uhr) zu Gast beim FC Schalke 04. Gelingt es dem Aufsteiger im Jahresabschlussspiel den großen Favoriten, der die Herbstmeisterschaft anpeilt, zu ärgern? Thomas Tuchel kann höchst wahrscheinlich seine beste Besetzung präsentieren, denn auch Kapitän Tim Hoogland scheint einsatzbereit zu sein.

Nach dem Abschlusstraining gestern Mittag sind die Fußballprofis des FSV Mainz 05 zu ihrer letzten Mission im Jahr 2009 aufgebrochen. Der Aufsteiger eröffnet heute Abend um 20.30 Uhr in der Veltins-Arena den letzten Spieltag dieser Vorrunde und hat bereits angekündigt, zum Abschluss noch einmal für richtig Furore sorgen zu wollen. Motivation und Vorfreude sind groß. Die 05er wollen dem aktuellen Tabellenzweiten FC Schalke 04 in dessen Stadion nach Möglichkeit die vorweihnachtliche Stimmung gründlich verderben.

Die erste gute Nachricht im Hinblick auf das letzte Auswärtsspiel gab"s schon: Der 05-Kapitän steht im Kader für dieses Spiel. Tim Hoogland, der unter der Woche unter einer Blindarmreizung litt, trainierte wieder mit den Kollegen und scheint rechtzeitig fit zu werden. Hoogland brennt darauf, gegen seinen alten Verein, für den der 24-Jährige insgesamt zwölf Bundesligaeinsätze absolvierte, in der Mainzer Startelf zu stehen. Auch Chadli Amri hat sich einsatzfähig gemeldet und gibt seinem Trainer damit eine weitere Option im Offensivbereich. Amri könnte eventuell für den zuletzt etwas müde wirkenden André Schürrle von Begin an zum Einsatz kommen. Auf das defensive Mittelfeld mit Elkin Soto und Miroslav Karhan hatte sich Thomas Tuchel schon zuvor festgelegt.

Felix Magath und dessen Profis gehen vom Normalfall aus. Ein Sieg gegen die 05er ist auf Schalke Programm - ganz Gelsenkirchen erwartet nichts anderes. Die knapp 60 000 in der Arena möchten heute Abend feiern - eine erfolgreiche Vorrunde und die Tabellenführung, zumindest für einen Tag. "Die ganze Konstellation trägt dazu bei, dass unsere Mannschaft sehr motiviert und noch mal mit viel Selbstbewusstsein dort aufspielt", sagt Harald Strutz. Der 05-Präsident ist fest davon überzeugt, dass seine 05er auch in der Arena noch einmal ihre eigenen Stärken entdecken und in die Waagschale werfen. "Und dann wird es für die Schalker nicht so einfach."

Der Vorrunden- und Jahresabschluss werde noch etwas Besonderes, vermutet der 05-Chef. "München, Dortmund und Schalke. Das sind Spiele mit purer Atmosphäre. Das sind immer Highlights." Zumal es für die Magath-Elf um sehr viel gehe. "Für uns natürlich auch. Die Mannschaft will den Beweis antreten, dass sie bei wichtigen Spielen präsent ist und sich durch Stimmung und Atmosphäre in der Arena besonders motivieren lässt", sagt Strutz. "Wir haben dort absolut nichts zu verlieren. Wir können nur gewinnen."

Der 05-Chef rechnet fest damit, dass Tuchels Profis mit viel Power und großem Willen agieren. "Der Reiz, den großen Favoriten zu ärgern, ist zu groß, dass man befürchten müsste, wir würden kampflos die Waffen strecken. Dafür ist unsere Mannschaft auch zu gut drauf."

24 Punkte haben die Mainzer bisher eingesammelt in den 16 gespielten Begegnungen dieser Bundesligarunde. Zwar feierte der Tabellenachte nur einmal, beim 3.2-Erfolg in Bochum, einen Auswärtssieg, doch die 05er holten immerhin drei Unentschieden. Und Tuchels Profis waren in fremden Stadien kaum einmal komplett unterlegen.

In etlichen Auftritten, die das 05-Team auswärts hinlegte, war der Aufsteiger nahe dran, sogar einen Dreier mit nach Hause zu nehmen. Fast immer waren die Gäste gleichwertig. Einen richtigen Einbruch gab es nie, selbst beim klaren 0:3 bei Werder Bremen nicht.

"Jetzt stehen wir vor einem Spiel , in dem wir uns die Belohnung für eine sehr gute Vorrunde abholen können", erklärt der 05-Chef. "Wir spielen in einem der schönsten Stadien, gegen eine der stärksten Mannschaften. Da muss man gar nicht mehr viel sagen. Spiele auf Schalke vergisst man sowieso nicht so schnell. Das ist Motivation genug." (Jörg Schneider)

RZO


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