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Bodmer erneut mit Top-Resultat - Ammann vorn

Lillehammer/Frankfurt Shootingstar Pascal Bodmer hat bei der Windlotterie von Lillehammer nur knapp einen Hauptgewinn verpasst.

Der 18-Jährige lieferte mit Platz fünf beim Skisprung-Weltcup auf der Olympia-Schanze von 1994 erneut ein Top-Resultat ab und damit den Beweis, dass sein zweiter Rang im Auftaktspringen vor Wochenfrist keine Eintagsfliege war. «Ich denke, dass ich meine Sache ganz gut gemacht habe. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden», sagte Bodmer.

Bei äußerst schwierigen Bedingungen mit ständig wechselndem Wind sprangen auch Andreas Wank als Neunter sowie Michael Uhrmann auf Rang zehn in die Top Ten. Martin Schmitt stürzte dagegen mit 106 Metern im Finale auf Platz 27 ab. Den Sieg sicherte sich der Schweizer Simon Ammann, der im ersten Durchgang mit 146 Metern den Schanzenrekord von Gregor Schlierenzauer um drei Meter verbesserte. Der Österreicher konterte zwar umgehend mit 150,5 Metern, konnte den Sprung aber nicht stehen. «Ich bin froh, das nix passiert ist. Es war zu viel Anfahrt für diese Verhältnisse», sagte der Weltcup-Gesamtsieger der Vorsaison. Für ihn reichte es am Ende hinter dem Finnen Harri Olli und Emmanuel Chedal aus Frankreich trotzdem noch zu Rang vier.

Bodmer, der schon am Vortag beim Sieg von Schlierenzauer als 14. bester deutscher Springer war, überzeugte einmal mehr durch seine Coolness. Unbeeindruckt von den widrigen Umständen flog der Youngster aus Meßstetten auf 134,5 und 126 Meter. «Ich bin jemand, dem es wenig ausmacht, wenn schlechte Bedingungen herrschen. Die Sprünge waren ganz gut, aber nicht perfekt. Es gibt noch etwas zu verbessern», sagte der neue Überflieger im DSV-Team. Bundestrainer Werner Schuster war voll des Lobes über das Talent von der Schwäbischen Alb. «Er hat das ganz kaltschnäuzig gemacht. Es ist eine Stärke, die ihn auszeichnet, dass er sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Er weiß, wie es geht, und zieht es durch», sagte Schuster.

Grund zur Freude hatte auch Wank , der mit Platz neun sein bestes Karriere-Ergebnis im Weltcup erreichte. «Es geht allmählich bergauf. Nun gilt es, auf diesem Weg weiterzumachen», sagte der zweimalige Junioren-Weltmeister von 2008. Mit Sprüngen von 129 und 128 Metern ließ der Oberhofer seinen Teamkollegen Uhrmann knapp hinter sich. Der Routinier aus Rastbüchl kam auf 129,5 und 127 Meter. «Sie haben ihre Sache sehr gut gemacht», stellte Schuster zufrieden fest.

Schmitt hat dagegen noch nicht in die Spur gefunden. Der Vize-Weltmeister landete nach dem verpatzten zweiten Versuch unter Ferner liefen. Am Samstag hatte der 31-Jährige als 36. sogar das Finale verpasst. «Martin ist noch nicht stabil und tut sich bei solchen Bedingungen daher schwer», meinte Schuster.

Der reihte sich nach dem Wettkampf in die Schar der Kritiker ein, die von der Jury mehr Fingerspitzengefühl einforderten. «Das war heute nicht okay. Für Gregor Schlierenzauer war das gefährlich. Manchmal komme ich mir wie im Zirkus vor», sagte Schuster. Österreichs Teamchef Alexander Pointner war entsprechend sauer: «Man muss sich Gedanken machen, ob es bei solchen Verhältnissen überhaupt Sinn macht zu springen.» FIS-Renndirektor Walter Hofer wies die Kritik jedoch zurück: «Es ist natürlich schwierig, einen Wettkampf bei solchen Bedingungen zu steuern. Nach der Probe gab es aber keine Einwände von den Trainern.»

dpa-infocom


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