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Dreikampf um den Herbsttitel - «Endspiel» für Veh

Düsseldorf Dreikampf um die Herbstmeisterschaft, «Endspiel» für Wolfsburgs Trainer Armin Veh und wachsende Abstiegsangst bei Hertha BSC. Beim Abschied in die kurze Winterpause geht es in der Fußball-Bundesliga noch einmal richtig zur Sache.

Ein Club aus dem Spitzen-Trio Bayer 04 Leverkusen, Schalke 04 und Bayern München wird das Rennen um den Halbzeit-Titel machen. «Da muss uns erst einmal einer da oben wegputzen», sagte Bayer-Trainer Jupp Heynckes vor dem rheinischen Derby gegen seinen Ex-Club Borussia Mönchengladbach kämpferisch.

Erstmals wagte er sich auch in Sachen Meisterschaft aus der Deckung. «Bayern, Bremen, Schalke und sicher auch Bayer können den Titel holen», prophezeite Heynckes. Dass die Nachbarn aus Mönchengladbach ihm dabei im Wege stehen könnten, ist statistisch gesehen nicht wahrscheinlich: Seit 15 Jahren oder 24 Pflichtspielen gab es für sie gegen Bayer nichts mehr zu gewinnen. «Wir wollen den Kopf nicht unter die Decke stecken und ein gutes Ende der Hinrunde haben», meinte Borussia-Coach Michael Frontzeck.

Nach fünf Siegen nacheinander möchte der FC Bayern München, der mit dem AC Florenz am Freitag seinen Wunschgegner für das Achtelfinale der Champions League zugelost bekam, eigentlich lieber über Weihnachten und Neujahr weiterkicken. «Schade, dass Winterpause ist, denn wir haben einen Lauf», sagte Kapitän Mark van Bommel vor der Partie gegen den Tabellenletzten Hertha BSC. Der Herbsttitel spielt für die Münchner dabei keine wichtige Rolle. «Natürlich wäre das schön. Wichtig ist, dass wir am 34. Spieltag ganz oben stehen», meinte Nationalstürmer Mario Gomez.

Die Berliner konnten zuletzt in der Saison 1977/78 an der Isar gewinnen. «Hertha ist zur Zeit nicht unser Niveau», meinte Bayern- Stürmer Ivica Olic. Für den seit 15 Spielen sieglosen Hauptstadtclub ist es trotz des 1:0 in der Europa League gegen Sporting Lissabon eine fast unlösbare Aufgabe: 1:4, 1:4, 2:4, 0:3 lautet die Bilanz der letzten vier Begegnungen. «Der FC Bayern ist, bei allem Respekt vor Sporting, ein ganz anderes Kaliber», betonte Hertha-Trainer Friedhelm Funkel.

Für Veh geht es bei Eintracht Frankfurt nicht nur um Sieg oder Niederlage, sondern auch um seinen Job. «Im Fußball brauchst du Ergebnisse, und bei dem Tabellenstand habe ich wenige Argumente», weiß der VfL-Chefcoach. Der deutsche Meister ist seit sechs Pflichtspielen ohne Sieg und dümpelt als Neunter im grauen Mittelfeld. «Die Stimmung ist nicht von Angst geprägt», behauptet Veh. Mit dem Rücken zur Wand steht auch der Trainer des Tabellenvorletzten 1. FC Nürnberg, Michael Oenning: Nach null Punkten und 0:9 Toren aus drei Spielen wackelt im Abstiegszonen-Duell beim 1. FC Köln auch sein Stuhl. «Spekulationen haben wir noch nie einen Nährboden gegeben», sagte FC-Manager Marin Bader vieldeutig.

Lachender Dritter des Nordderbys zwischen dem Hamburger SV (5. Platz) und Werder Bremen (4.) könnte Borussia Dortmund werden. Vor der Jubiläumsparty zum 100-jährigen Bestehen kann der BVB gegen den SC Freiburg das zehnte Spiel ohne Niederlage und den Sprung auf einen Europacup-Platz schaffen. Im Duell der punktgleichen Tabellennachbarn aus den Hansestädten geht es um den Kontakt zur Spitze. «Der Gewinner bleibt dran», sagt Bremens Abwehrchef Per Mertesacker. «Wir stehen genauso wie der HSV vor der Frage: Wohin geht es in der Bundesliga?»

Darum geht es auch im Zweikampf zwischen dem VfB Stuttgart und 1899 Hoffenheim. Bei der Bundesliga-Heimpremiere von VfB-Trainer Christian Gross will er nach neun sieglosen Pflichtspielen den ersten Sieg einfahren. «Wir brauchen drei Punkte», forderte er. Schließlich droht bei einer Niederlage der Absturz auf einen Abstiegsplatz.

Während die Stuttgarter wegen des Ausrasters von Jens Lehmann auf ihre Nummer eins im Tor verzichten müssen, fällt bei Hoffenheim Stammkeeper Timo Hildebrand wegen Schweinegrippe aus. «Es wird ein spannendes Derby», sagte 1899-Coach Ralf Rangnick. Er sieht den VfB jedoch stärker unter Druck als seine auf Platz sieben stehende Mannschaft. «Die Stuttgarter müssen gewinnen, wir wollen drei Punkte holen.» Dies gilt auch für den VfL Bochum, der bei einer Pleite bei Hannover 96 im Tabellenkeller sitzen bleibt. Von Andreas Schirmer, dpa

dpa-infocom

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