pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
 Das Thema des Tages 

Minimal-Kompromiss in Kopenhagen

Kopenhagen/Washington US-Präsident Barack Obama hat am Freitag in Kopenhagen von einem «bedeutenden und beispiellosen Klimaabkommen» gesprochen. Es sei aber nicht bindend und bei weitem nicht ausreichend.

«Wir sind ein Stück vorangekommen, aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns», sagte Obama nach Verhandlungen mit mehreren Staatschefs, darunter Chinas Premier Wen Jiabao, vor Journalisten.

Die drei Kernpunkte des Deals seien die Reduzierung von Emissionen, Transparenz und Finanzierung. «Zum ersten Mal in der Geschichte sind alle großen Wirtschaftsnationen zusammengekommen und haben die Verantwortung dafür übernommen, etwas gegen den Klimawandel zu tun», sagte Obama. Er habe sich mit Vertretern aus Indien, China, Brasilien und Südafrika getroffen, und die Staaten hätten «zugesagt, den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen.» Dies sei allerdings nicht verbindlich festgelegt worden.

Auch nach der hinter verschlossenen Türen zwischen Spitzenpolitikern ausgehandelten Einigung muss das Plenum des Klimagipfels mit 192 Staaten erst zustimmen. Aus Konferenzkreisen verlautete, dass dies für die Gipfelteilnehmer in Kopenhagen eine lange und schwierige Nacht bedeuten kann.

Obama sagte, die Einigung sehe vor , dass alle Länder ihre Klimaschutzmaßnahmen überprüfen lassen. Dies bezog sich vor allem auf China, das sich bisher geweigert hatte. Obama musste den Gipfel vor der Abstimmung verlassen, um einem vorausgesagten Schneesturm für die US-Hauptstadt Washington zuvorzukommen. Von Dorothée Junkers, dpa

dpa-infocom