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Telefonzellen haben in Mayen ausgedient - Auch bei Ihnen?

Mayen - Acht Telefonzellen hat die Telekom in den vergangenen Wochen aus dem Stadtgebiet von Mayen entfernt.

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Tele­fon­zel­len - ver­altet oder immer noch nütz­lich? MoJane fragte Passan­ten in Mayen.

„Diese Zellen waren extrem unwirtschaftlich“, begründet Andre Hoffmann, ein Sprecher der Telekom, dies.

Vom Abbau betroffen waren vor allem Mehrfachstandorte: „Vier Zellen an einem Platz sind nicht mehr zeitgemäß“, sagt Hoffmann. Bei Standortentscheidungen wäge die Telekom zwischen dem öffentlichen Interesse vonseiten der Städte und den wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens ab.

Aktuell gibt es noch 34 Telefonstationen in Mayen. An zwei weiteren Standorten, in Alzheim und Kürrenberg, wurden die überdachten Telefonzellen durch sogenannte Basisstationen ausgetauscht. Und das nur deswegen, weil sich sowohl die Stadtverwaltung als auch die Ortsbeiräte gegen den ersatzlosen Abbau der „Telefonhäuschen“ gewehrt haben. „Es gibt immer noch Leute ohne Festnetzanschluss. Und auf dem Land ist es besonders wichtig vernetzt zu sein“, gibt Alzheims Ortsvorsteher Lothar Geisen zu bedenken. Glücklich ist er allerdings mit dieser Lösung ebenso wenig wie der Ortsvorsteher von Kürrenberg, Siegmar Stenner: „Ich würde sagen, das ist das Minimum von dem, was die Telekom vorhalten muss. Wir sind damit nicht zufrieden“, sagt Stenner.

Ein Basistelefon wird genauso bedient wie die Telefone in den herkömmlichen Zellen, allerdings stehen sie völlig frei und sind auch nicht beleuchtet. Jasmin Franz, Pressesprecherin der Stadt Mayen, weiß: „Das ist gerade für ältere Menschen, die häufig nicht über ein Handy verfügen, ein großes Problem“. Auch wenn die Nutzung rückläufig sei, halte es die Stadt für notwendig, Einzelstandorte zu erhalten, sagt sie. Zustimmung vonseiten der Stadt gab es lediglich beim Abbau von Telefonen an Mehrfachstandorten.

Katrin Weber

RZO