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Daniel Brühl - ein Star mit kleinen Fehlern

Hamburg - Entweder ist er ein ganz Gewiefter oder aber er liebt sein Single-Leben über alles.

Schauspieler Daniel Brühl hat sich seit seiner Trennung von Jessica Schwarz vor mehr als drei Jahren in Sachen Liebesleben sehr bedeckt gehalten.

Vor einiger Zeit gestand er allerdings: Seine erste große Liebe hatte er frei erfunden. Er habe sich eine Französin namens Julie ausgedacht, sagte Brühl dem Magazin «Playboy». «Ich war so verliebt in die Liebe und wollte unbedingt eine Freundin haben, die perfekt zu mir passt», erzählte der 31-Jährige. Mangels realer Traumfrau habe er sie sich einfach vorgestellt. «Ich wusste genau, wie sie aussieht, wie sie sich verhält, was sie sagt.»

Jahrelang hatte Ex-Viva-Moderatorin und Schauspielkollegin Jessica Schwarz diese Traumrolle inne. Kennengelernt hatten sie sich bei Dreharbeiten als Filmpaar bei der Liebeskomödie «Nichts bereuen» (2001). Zwei Jahre später kam dann auch das berufliche große Glück: Mit seiner Rolle in der in weit über 60 Länder verkauften Kinokomödie «Good Bye, Lenin!» (2003) wurde er weltbekannt und zum «Shooting Star» gekürt. Trotz des großen Erfolges mit dem zigfach preisgekrönten «Good Bye, Lenin!», wollte Brühl dann erst einmal das europäische Kino entdecken.

Internationales Flair gab es , als er 2004 an der Seite von Weltstar Judi Dench in dem britischen Film «Der Duft von Lavendel» zu sehen war, die internationale Koproduktion «Merry Christmas» (2005) ging sogar für Frankreich ins Rennen um einen Oscar. 2007 stand er dann doch für einen US-Blockbuster vor der Kamera: «Das Bourne Ultimatum» mit Hollywoodstar Matt Damon in der Hauptrolle.

Daniel Brühl, der ohne Schauspielschule seine Karriere 1994 beim Fernsehen startete, hat ganz offensichtlich ein Händchen für gute Rollen und gute Filme. Immerhin fing er schon recht früh zu üben an: Bereits im Alter von vier Jahren soll er seine ersten schauspielerischen Fähigkeiten mit Ohnmachtsanfällen oder als «Toter Mann» an seiner Mutter ausprobiert haben.

In Barcelona als Sohn eines Fernsehregisseurs und einer spanischen Lehrerin geboren, wuchs Daniel Brühl in Köln auf. Dass er nicht nur seine Muttersprache, sondern auch Katalanisch perfekt beherrscht, bewies der sprachbegabte Brühl als Hauptdarsteller des Films «Salvador» (2007). Er spielt in seiner ersten spanischen Produktion einen jungen Mann, der in den 70er Jahren gegen das Franco-Regime rebelliert, verhaftet und hingerichtet wird.

Rollen in «Krabat» (2008) und dem preisgekrönten «John Rabe» (2009) mit Ulrich Tukur folgten. Eine Krönung seiner Karriere dürfte Daniel Brühl mit seinem Engagement für Quentin Tarantinos «Inglourious Basterds» erfahren haben. Der Film des US-Kultregisseurs wurde bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes gefeiert. Und Cannes ist für Daniel Brühl ein ganz besonderer Ort: 2006 war er Jury-Mitglied und vor einigen Jahre bekannte er: «Ich steh total auf Cannes und den ganzen Glamour». Er werde sicherlich «depressiv, wenn ich irgendwann nicht mehr eingeladen werde.»

dpa-infocom