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Optimismus bei Klimagipfel nach US-Entscheidung

Kopenhagen - Neuer Optimismus am zweiten Tag des Kopenhagener Klimagipfels: Nachdem die US-Umweltschutzbehörde EPA CO2-Emissionen als gesundheitsschädliches Gift eingestuft hat, sehen offizielle Delegationen ebenso wie Umweltschützer deutlich größere Chancen für ein weitgehendes Klimaabkommen.

«Eine großartige Nachricht», meinte der Umweltverband WWF. Der Chef des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, sagte in dänischen Medien zu der am Montag gefallenen Entscheidung aus Washington: «Das ist außerordentlich bemerkenswert». Damit könne die Regierung in Washington selbst entscheiden, wenn es im US-Senat keine Mehrheit für die gesetzliche Regelung von weniger Emissionen gebe.

Die USA wollen sich bisher auf eine Verminderung ihrer CO2-Emissionen um 17 Prozent gegenüber 2005 festlegen. Das entspricht lediglich 3 bis 4 Prozent gegenüber dem Stand von 1990. Die EU-Staaten haben für diesen Zeitraum eine Verminderung von 20 oder möglicherweise 30 Prozent angekündigt.

Die Umweltorganisation WWF meinte zur Entscheidung der Umweltschutzbehörde in den USA: «Sie zeige, dass die US-Regierung entschlossen ist, den gefährlichen Klimawandel zu bekämpfen.» WWF-Sprecherin Keya Chatterjee meinte weiter, die Welt werde nun genau zuhören, wenn Präsident Barack Obama Ende nächster Woche nach Kopenhagen komme.» Sie erwarte, dass er dabei die Klimapolitik zum zweiten gesetzgeberischen Schwerpunkt neben der Gesundheitsreform mache.

dpa-infocom