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Daniel Brühl glaubt an die Lüge

Berlin Am 17. Dezember kommt «Lila, Lila» mit Daniel Brühl (31) in die Kinos. Vorlage ist der gleichnamige Roman von Martin Suter.

Darin gibt der junge Kellner David Kern den Roman eines anderen für seinen eigenen aus, um ein Mädchen zu beeindrucken.

Im Interview erzählt Brühl von seiner Vorliebe fürs Lügen, seiner Bewunderung für Suter und dem Los, stets für jünger gehalten zu werden als er ist. Brühl ist, wie er selbst sagt, ein «totaler Martin-Suter-Fan» und mochte alle Romane des Schweizers, die er gelesen hat.

Was gefällt Ihnen an der Figur David Kern?

Brühl: «Dass er so ein charmanter Lügner ist. Ich bin selbst immer leidenschaftlicher Lügner gewesen. Ich glaube auch an die Lüge. Dass sie immer so negativ behaftet ist, ist zwar einerseits richtig, aber andererseits finde ich, dass es nicht immer falsch sein muss, wenn man nicht einem Menschen schweren Schaden dadurch zufügt oder das aus einem negativen Beweggrund macht. Aber dass dieser Typ das aus einer Verliebtheit heraus macht, weil er einfach an dieses Mädchen rankommen will, konnte ich total nachvollziehen. Und dass er danach dann auch nicht mehr rauskommt aus der Nummer. Ich kenne das schon, wenn man sich so in etwas verrennt. Solche Figuren sind einfach sehr dankbar zu spielen. Das habe ich schon bei "Good Bye, Lenin!" damals so gerne gemacht.»

Sie sind 31 Jahre alt und spielen in «Lila, Lila» einen 24-Jährigen. Stört Sie Ihr jugendliches Aussehen manchmal?

Brühl: «Jetzt bin ich langsam in einem Alter, in dem man sich darüber freut. So langsam mit 31 stehen dann auch so die männlicheren, älteren Rollen mal an. Aber das wird auch alles kommen. Und irgendwann ist es tatsächlich gar nicht so schlecht, wenn man immer jünger aussieht. Mich stört das nicht. Mit so ein paar Tricks, zum Beispiel mit einem Bart, kann man schon mal ein paar Jahre rausholen, und mit Make-up.»

An welchen Film-Projekten arbeiten Sie zurzeit?

Brühl: «Jetzt konkret steht ein spanischer Kinofilm an. Das wird dann so ein Genre-Film, ein Science-Fiction-Film. Das wird das nächste sein, wo ich mich reinstürze: 2040. Keine Ahnung, wie es dann hier aussieht auf der Welt. Und danach eine französische Komödie. Da werden, so wie es aussieht, Jane Fonda und Pierre Richard mit dabei sein. Und dann gibt es einen Film, auf den ich mich sehr freue, auch ein Herzensprojekt. Das wird der nächste Film, den ich mit Wolfgang Becker drehe nach "Good Bye, Lenin!". Das ist eine Romanadaption von Daniel Kehlmann, «Ich und Kaminski.» Das wird dann, so Gott will, auch nächstes Jahr realisiert werden.»

Interview: Christine Cornelius, dpa

dpa-infocom