pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Sportsline ·  » 

Das «neue Schalke» feiert Magath und Bescherung

Gelsenkirchen Ganz Schalke feiert Felix Magath und eine vorweihnachtliche Fußball-Bescherung in Königsblau.

Für den 56 Jahre alten Erfolgscoach ging mit dem 1:0 (1:0) seines FC Schalke 04 über Aufsteiger FSV Mainz 05 in klirrender Kälte ein perfektes Sportjahr zu Ende.

Meister mit Wolfsburg, dann das Wagnis Gelsenkirchen mit einem fast unglaublichen Erfolg: «34 Punkte - das ist etwas, was wir uns noch nicht mal erträumt hatten», fasste Magath nach dem Sieg durch den frühen Treffer durch Jefferson Farfan in der 12. Minute seine Emotionen zusammen.

Clemens Tönnies legte sich auf den entscheidenden Faktor dieser Entwicklung zu 100 Prozent fest. «Magath war die richtige Entscheidung zum richtigen Moment», lobte der Aufsichtsratschef die Verpflichtung des allmächtigen Trainer-Managers. Die Schalke-Fans unter den 60 852 in der WM-Arena von 2006 huldigten Magath und dem Team, das mangels finanzieller Masse einem außergewöhnlichen Jugendkult unterworfen wurde und aus einer höchst prekären Situation mit Leidenschaft, Willen und auch Glück das Allerbeste gemacht hat.

Des Trainers wichtigste Errungenschaft im ersten halben Jahr ist laut Tönnies das neue Verhältnis zwischen denen auf dem Rasen und auf den Rängen. «Magath hat den Graben zwischen Mannschaft und Fans zugeschüttet. Großes Kompliment», meinte er. Als Magath aus Wolfsburg ins Ruhrrevier kam, war auf Schalke die Interaktion zwischen Anhängern und Profis überaus angespannt, für die tiefe Kluft war kaum genug Sand vorhanden, um wieder eine gemeinsame Basis zu schaffen.

Jetzt, hielt Magath fest, «haben wir eine gigantische Stimmung. So macht man auch eine Mannschaft stark.» Und ohne diese Entwicklung bei den Fans «hätten wir mit Sicherheit weniger Punkte», meinte Magath in größter Anerkennung der von den «Knappen»-Anhängern wiederentdeckten Leidenschaft für den UEFA-Cup-Sieger von 1997. Dabei verhehlte Magath nicht, dass auch er anfangs Bedenken hatte, als es am 4. (0:1 gegen Freiburg) und 6. Spieltag (1:2 gegen Wolfsburg) zwei Heimpleiten nacheinander gab und auf den Tribünen wieder das große Murren begann.

Das ist verziehen und vergessen. «Auch dank der Zuschauer ist es uns überhaupt erst gelungen, so erfolgreich zu spielen. Der Sieg gegen Mainz war unser vorzeitiges Weihnachtsgeschenk», sagte Torjäger Kevin Kuranyi, der abseits des Rasens jedoch den Ball flach hielt. «Wir wollen weiter unter die ersten Fünf. Über mehr sprechen wir nicht. Das wäre falsch.» Schalke-Kapitän Heiko Westermann pflichtete ihm bei: «Wir werden jetzt nicht durchdrehen, denn wir kennen unsere Mängel.» Magath nannte einen davon, der ihm speziell gegen die Mainzer bitter aufstieß: «Mit der Chancenverwertung war ich nicht einverstanden. Wir hätten es uns leichter machen können.»

Dabei hatten es die Gastgeber gar nicht so schwer mit Aufsteiger Mainz, bei dem Chefcoach Thomas Tuchel das Gefühl entwickelte, «als wäre das unser schlechtestes Saisonspiel gewesen». Der Trainer-Novize vermisste Leidenschaft, Engagement, Laufbereitschaft - eigentlich fast alles. Dennoch, und das hielt Manager Christian Heidel ultimativ fest, ist 2009 auch für «05» ein Erfolgsjahr: «Nach dem Aufstieg haben uns 90 Prozent der Experten auf Platz 18 getippt. Nun haben wir 24 Punkte, und das ist für Mainzer Verhältnisse absolut überragend.» Von Dietmar Fuchs, dpa

dpa-infocom



Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
RZ-Blog