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Staatsanwaltschaft interviewt Torwart Kirschstein

Ahlen Torhüter Sascha Kirschstein vom Fußball- Zweitligisten RW Ahlen ist nach Angaben seines Anwalts von den Bochumer Fahndern im internationalen Wettskandal angehört worden.

Wie Kirschsteins Anwalt Horst Kletke der Deutschen Presse-Agentur dpa weiter bestätigte, habe der Torwart dabei die Vorwürfe entkräften können. Recherchen des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» ergaben, dass der Torhüter an der geplanten Manipulation der Partie gegen Hansa Rostock (0:2) am 4. Oktober beteiligt gewesen sein und dafür bis zu 50 000 Euro verlangt haben soll. Diesem Verdacht gehe die Staatsanwaltschaft Bochum nach, berichtet das Magazin.

In einer Stellungnahme von Rot-Weiß Ahlen stellte sich der Verein hinter den Torwart. «Sein Verhalten ist und war zu jeder Zeit tadellos und er hat sich hier im Umfeld als absolut herzlicher Mensch präsentiert», hieß es in der Mitteilung. Aufgrund dieser sportlichen und charakterlichen Eigenschaften sowie eines persönlichen Gesprächs sei der Club zu der Überzeugung gelangt, «dass die Vorwürfe gegen ihn nicht gerechtfertigt sind». Seine Leistungen gäben dazu keinen Anlass.

Über ein Dutzend überwachter Telefongespräche zwischen mutmaßlichen Drahtziehern der Wettmafia hätten laut «Spiegel»- Bericht Hinweise auf eine mögliche Beteiligung Kirschsteins an der beabsichtigten Schiebung ergeben. In den konspirativ geführten Telefonaten sei vom «Torwart», der «Nummer eins» und «dem von Ahlen, dieser Nummer eins» die Rede gewesen. Marijo C. aus Nürnberg, einer der bereits inhaftierten Hauptbeschuldigten in der Wettaffäre, habe dabei auch von seinem «ehemaligen Nachbarn» gesprochen.

Daraus sollen die Fahnder geschlussfolgert haben, dass damit «unmissverständlich der Torwart des Vereins RW Ahlen, Sascha Kirschstein, gemeint ist, über den C. eine eventuelle Manipulation absprechen will». Demnach seien C. und der ehemalige Schlussmann von Greuther Fürth «gut miteinander befreundet». Zwei weitere Ahlener Spieler, an die angeblich jeweils 25 000 Euro fließen sollten, hätten die Fahnder bisher nicht schlüssig ermitteln können.

Das Duell des Zweitliga-Schlusslichts gegen Rostock fand vor 4500 Zuschauern am 4. Oktober im Wersestadion statt. Beide Teffer der Gäste erzielte Tim Sebastian (52./58.) per Foulelfmeter.

dpa-infocom



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