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Männer-Staffel 3. - Biathleten noch auf Formsuche

Hochfilzen Routinier Kati Wilhelm vergab völlig erschöpft den Sprung aus das Biathlon-Podest, Youngster Simon Schempp führte die Staffel unbekümmert aufs Treppchen:

Während das zweite Weltcup-Wochenende für die Biathlon-Frauen mit einer Team-Enttäuschung endete, sorgten die Männer in Hochfilzen mit dem dritten Platz für einen versöhnlichen Abschluss. Zwei Monate vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Vancouver sind die erfolgsverwöhnten deutschen Skijäger von ihrer Topform noch ein gutes Stück entfernt. «Ich will nicht von einem Rückschlag sprechen, aber natürlich sind wir enttäuscht, dass es nicht für das Podest gereicht hat», sagte Frauen-Bundestrainer Uwe Müssiggang. Männer-Chefcoach Frank Ullrich meinte: «Abgerechnet wird in Vancouver.»

Die Männer rehabilitierten sich in der Staffel über 4 x 7,5 Kilometer immerhin für die schwachen Leistungen in den Einzelwettbewerben. Für die Routiniers Alexander Wolf (Oberhof), Andreas Birnbacher (Schleching) und Michael Rösch (Altenberg) blieb nur die Zuschauerrolle. «Das ist die beste Staffel, die wir im Moment haben», begründete Ullrich seine Entscheidung. Trotz seines katastrophalen 96. Platzes im Sprint mit anschließendem Wutausbruch führte Christoph Stephan (Oberhof) das deutsche Quartett an. «Ich bin froh, dass die Trainer mir das Vertrauen ausgesprochen haben und ich es zurück geben konnte», sagte Stephan.

Auch Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) und Greis (Nesselwang) zeigten sich verbessert, ehe Schempp für den ersten Podestplatz der Männer im Olympiawinter sorgte. «Das hat der Simon super gemacht», lobte Routinier Greis das Küken im Team. «Er hat das bravourös gemeistert. Die Jungs haben heute Charakter gezeigt», sagte Ullrich.

Das Frauen-Quartett belegte in der Besetzung Martina Beck, Simone Hauswald, Andrea Henkel und Kati Wilhelm über 4 x 6 Kilometer hinter Russland, Frankreich und Schweden den vierten Rang. In den beiden Einzelrennen hatte es jedoch jeweils vier Top-Ten-Platzierungen gegeben, so dass Bundestrainer Uwe Müssiggang feststellen konnte. «Wir können mit dem Teamergebnis sehr zufrieden sein, auch wenn es natürlich schön gewesen wäre, wenn wir im Einzel endlich auf dem Podest gelandet wären.»

In der Staffel hatten die deutschen Frauen, die in derselben Besetzung zum Weltcup-Auftakt in Östersund gewonnen hatten, erneut große Probleme am Schießstand. Gleich zwölf Nachlader waren am Ende zu viel, um wieder auf dem Treppchen zu stehen. «Sie haben sehr, sehr gut angeschossen. Ich glaube, sie haben dann etwas zu viel gewollt. Dann passieren leicht Fehler. Das sollte man aber nicht überbewerten. Die Fähigkeiten sind vorhanden», bilanzierte Müssiggang. «Nach jetzt sechs Rennen sind wir alle ziemlich müde», gestand Beck (Mittenwald), die jedoch ein zufriedenes Zwischenfazit zog. «Ich denke, wir sind ganz ordentlich dabei.»

Zufrieden war auch Henkel, die mit nur 4,5 Sekunden Rückstand auf Schlussläuferin Wilhelm übergab. «Ich hatte etwas gut zu machen, nach dem katastrophalen Schießen», sagte die 30-Jährige, die sich in der Verfolgung mit Platz sechs das Olympia-Ticket sicherte. «Das beruhigt. Das war der erste Wettkampf ohne Klops», meinte Henkel. Wilhelm konnte am Ende dann nicht mehr attackieren. «Dass es so wehgetan hat, habe ich nicht gedacht», sagte die dreifache Olympiasiegerin.

Während der 33-Jährigen am Ende die Puste ausging, wurde Magdalena Neuner in der Staffel geschont. In den beiden Einzelrennen war die sechsfache Weltmeisterin der Musik bei ihrem Comeback nach grippalen Infekt noch hinterher gelaufen. «Wenn ich zwei Wochen auf der Couch liege und nicht mal Schießen kann, kann man nicht erwarten, dass ich in die Weltspitze reinlaufe», sagte die Wallgauerin.

dpa-infocom



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