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Biathlon-Küken Schempp macht Routiniers Dampf

Hochfilzen Als Bundestrainer Frank Ullrich die Besetzung der Männer-Staffel beim Biathlon-Weltcup in Hochfilzen bekanntgab, glaubte Simon Schempp sich verhört zu haben.

Als Schlussläufer hatte Ullrich den 21-Jährigen vorgesehen. Ausgerechnet das Küken im deutschen Team sollte das bis dato verkorkste Wochenende retten. «Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal Schlussläufer war. Das muss mehr als drei Jahre her bei den Junioren gewesen sein», sagte der völlig überraschte Schempp.

Der Schwabe absolvierte in Hochfilzen erst das vierte Weltcup-Wochenende seiner Karriere, dennoch schenkte ihm der Bundestrainer das Vertrauen. «Simon hat in der Verfolgung als einziger überzeugt und das Vertrauen in der Staffel mehr als gerechtfertigt», lobte Ullrich seinen Youngster. Der Chef der in diesem Olympia-Winter der Spitze bislang noch hinterherlaufenden Biathleten setzte mit der Nominierung Schempps auch ein deutliches Signal an sein Team. Nur die Leistung zählt, und die lässt bei einigen noch zu wünschen übrig.

Vor allem den beiden Erfahrenen Alexander Wolf und Michael Rösch wollte Ullrich mit der unerwarteten Personalie Dampf machen. Beide haben nach der zweiten Weltcup-Station des Winters die Norm für die Winterspiele in Kanada noch nicht erfüllt. Wolf verpasste als 73. im Sprint in Hochfilzen sogar die Qualifikation für die Verfolgung, Rösch belegte dort lediglich Rang 38. «Ich hätte mir schon gewünscht, dass sie etwas mehr Zug zeigen», sagte Ullrich.

Doch jenen unbedingten Willen zeigte nur Schempp, der auch in der Staffel ohne Fehler blieb und den ersten Podestplatz des Jahres für die deutschen Männer nach Hause lief. «Ich war schon ziemlich nervös bin nun aber umso glücklicher, dass es geklappt hat», sagte der Uhinger. In der Verfolgung raste er vom 57. noch auf den 33. Platz. «Simon ist sehr laufstark und auch beim Schießen hat er es hier sehr gut gemacht», sagte der Bundestrainer.

Mit dem restlichen Team konnte er hingegen nicht zufrieden sein. Nachdem die deutschen Skijäger bei schwierigen Witterungsbedingungen im Sprint Probleme mit dem Material hatten, spielten sie in der Verfolgung keine Rolle mehr. «So schlecht sind wir bei weitem nicht», sagte der dreifache Olympiasieger Michael Greis. Und auch Ullrich nimmt die ausbleibenden Erfolge bislang noch gelassen zur Kenntnis. «Die Saison ist noch lang, unser Hauptaugenmerk liegt auf Olympia.» Dennoch war auch der 51-Jährigen nach dem ersten «Stockerl» des Winters erleichtert. «So geht es jetzt weiter», prophezeite Ullrich. Im slowenischen Pokljuka auch wieder mit Schempp. Von Lars Reinefeld, dpa

dpa-infocom



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