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Edelmann überzeugt in Ramsau - Team schwächelt

Ramsau Tino Edelmann hat sich in der Weltelite festgebissen, der Franzose Jason Lamy Chappuis ist derzeit das Maß aller Dinge bei den Nordischen Kombinierern.

Der Franzose hat auch den zweiten Weltcup in Ramsau gewonnen und mit dem vierten Saisonsieg in bisher sechs Rennen die Gesamt-Führung vor Edelmann ausgebaut. Der Zella-Mehliser erkämpfte sich in der stumpfen Neuschnee-Loipe am Fuße des Dachsteins mit minimalen 2,1 Sekunden Rückstand den zweiten Platz und behauptete den Rang auch im Gesamtweltcup. «Ich wollte Jason im Spurt schlagen. Doch er hatte einen Tick mehr Kraft und einen minimal schnelleren Ski», sagte der Thüringer nach seinem dritten Podestplatz des Winters. Zweitbester Deutscher war Ronny Ackermann (Dermbach) als 27.

Edelmann hatte nach seinem ersten Sprungsieg im Weltcup noch nach Worten gesucht. «Das ist einfach nur Klasse. Ich freue mich riesig. Das war mein bester Sprung des Winters. Da kann ich nur noch die Landung besser machen», jubelte er und kündigte ein ganz enges und taktisches Rennen in der Loipe an. «Das wird wieder brutal eng. Gewinnen wird der mit den meisten Kraftreserven auf der Schlussrunde», sagte er voraus - und traf damit ins Schwarze.

In der letzten 2,5 Kilometer langen Laufrunde sprengte zunächst der Österreicher Felix Gottwald die Sechsergruppe an der Spitze. «Ich dachte, damit hat er gewonnen. Für mich persönlich war das Ding abgehakt, ging es nur noch um Platz zwei. Doch dann sahen wir, wie er schwer ging, langsamer wurde und wir ihn doch noch einfangen konnten», beschrieb Edelmann die Schlussphase.

Bis zur Hälfte konnte auch der mit 50 Sekunden Rückstand gestartete Ackermann gut aufholen. «Die dritte Runde ging schon schwer, in der vierten war ich blau. Durch die neuen Regeln beim Springen ist das Feld sehr eng zusammengerückt. Es ist ein ganz eigenartiges Laufen. Das Springen von Gruppe zu Gruppe kann ich derzeit noch nicht», sagte der viermalige Weltmeister.

«Ronny fehlen sowohl auf der Schanze als auch beim Laufen die letzten Körnchen. Er muss jetzt mit viel Gefühl weiterarbeiten, mit Geduld und Verstand trainieren. Dann schafft er im Januar auch die Olympia-Norm», meinte Bundestrainer Hermann Weinbuch. Angesichts der drei schweren Wettkämpfe hatte er mit Eric Frenzel, Björn Kircheisen, Johannes Rydzek und Sebastian Haseney gleich vier Olympia-Kandidaten nicht zum Lauf antreten lassen. «Sie sollten mit den nicht so guten Ausgangspositionen nach dem Springen keine unnötigen Kräfte vergeuden», begründete er. «Wir sind sehr stark in den Winter gestartet. Wenn jetzt nicht ein kleines Löchlein gekommen wäre, hätte ich mir auch Gedanken gemacht.»

dpa-infocom



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