pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Sportsline ·  » 

Skispringerinnen ziehen vor das Oberste Gericht

Vancouver Die bereits zweimal vor Gericht gescheiterten Skispringerinnen geben im Kampf um die Aufnahme ihrer Disziplin ins Programm der Olympischen Winterspiele in Vancouver nicht auf.

Die 14 Frauen wollen nun in Kanada vor das Oberste Gericht (Supreme Court) ziehen. Das kündigte der Anwalt der internationalen Gruppe, Ross Clark, an. «Wir glauben, dass unsere Argumente missverstanden wurden und dass hier eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung auf dem Spiel steht, erklärte Clark. «Es geht nicht mehr nur um weibliche Skispringer.»

Die Klägerinnen wollen für sich das Recht erstreiten, gegen die Entscheidungen von zwei untergeordneten kanadischen Gerichten Einspruch einlegen zu dürfen. Wann sich der Oberste Gerichtshof im Gastgeberland der 21. Winterspiele vom 12. bis 28. Februar mit dem Fall befassen wird, ist noch offen.

Für Clark geht es inzwischen um die Interpretation und die Anwendung der kanadischen «Charta der Rechte und Freiheiten». Der Anwalt will die Frage geklärt haben, ob das Olympia- Organisationskomitee VANOC von einer ausländischen Einheit wie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) dazu gezwungen werden kann, diskriminatorisch zu handeln. «Hier steht Geschlechterdiskriminierung auf dem Spiel», sagte Clark, «und Diskriminierung ist etwas, das wir in Kanada nicht tolerieren».

Im Juli hatten die Skispringerinnen vor dem höchsten Gericht der Olympia-Gastgeberprovinz British Columbia (BC) verloren. Eine Richterin hatte den Olympia-Ausschluss seinerzeit zwar als Diskriminierung gewertet, zugleich aber entschieden, VANOC habe keine rechtlichen Mittel in der Hand, um das IOC zu zwingen, Frauen- Skispringen ins Olympia-Programm aufzunehmen. Das Einspruchsgericht der Provinz BC hatte dieses Urteil Mitte November bestätigt.

«Wie wir bereits in der Vergangenheit betont haben, erkennen wir an, dass die Skispringerinnen leidenschaftliche Athletinnen sind und hart dafür arbeiten, ihren Sport in die Olympischen Winterspiele einzuschließen», sagte Cathy Priestner Allinger, VANOC- Vizepräsidentin für «Sport and Games Operations». Man werde auch weiter alles dafür tun, den Athletinnen bei ihrem Wunsch nach Olympia-Aufnahme zu helfen.

Skispringen ist der einzige Sport bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver, bei dem Frauen nicht zugelassen sind. Das IOC vertritt die Auffassung, Frauen-Skispringen erfülle nicht die erforderlichen technischen Standards.

dpa-infocom



Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
RZ-Blog