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Olympia-Ticket für 44 Athleten - Härtefälle später

Frankfurt/Main Die «Causa» Claudia Pechstein spielte nur noch eine Nebenrolle, der Fall Ingo Steuer wurde vertagt: Ohne Nebengeräusche ist die erste Nominierungsrunde des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) für die Olympischen Winterspiele über die Bühne gegangen.

Auf der Präsidiumssitzung in Frankfurt am Main erhielten die ersten 44 Athleten - 23 Männer und 21 Frauen - in den Sportarten Curling, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Rodeln und Shorttrack ihr Ticket für die Winterspiele vom 12. bis 28. Februar. Darunter befinden sich mit den Eisschnellläuferinnen Anni Friesinger-Postma und Daniela Anschütz-Thoms zwei Olympiasiegerinnen von Turin 2006. Am 22. Januar soll das deutsche Team auf rund 150 Sportler aufgestockt werden.

«Die internationale Leistungsdichte ist so groß wie nie zuvor. Deshalb wäre ich glücklich und zufrieden, wenn die Mannschaft in der Nationenwertung unter die besten Drei käme. Aber ich bin sicher, die Mannschaft will mehr», sagte DOSB-Präsident Thomas Bach. Vor vier Jahren hatten die deutschen Wintersport-Asse in Turin mit 11 Gold-, 12 Silber- und 6 Bronzemedaillen die Nationenwertung gewonnen. «Jeder will seine Titel verteidigen. Da muss man keinen Athleten zum Jagen tragen», sagte Bach.

Er erwartet von der deutschen Mannschaft aber nicht nur, «dass sie mit sauberen Mitteln erfolgreich ist, sondern auch sympathischer Botschafter für die Münchner Olympia-Bewerbung 2018. Wir sind heute schon voller Vorfreude auf Vancouver und werden Anfang Februar mit dem entsprechenden Optimismus dorthin reisen», so Bach.

Laut Bernhard Schwank, Chef de Mission , haben alle Athleten und die 16 bisher nominierten Betreuer die Ehren- und Verpflichtungserklärung des DOSB unterschrieben. Darin versichern sie, niemals gegen nationale und internationale Anti-Doping-Bestimmungen verstoßen zu haben. Außerdem wurden alle Mitglieder des Betreuer-Stabes nach dem Stasi-Unterlagen-Gesetz von der Birthler-Behörde ohne Befund geprüft.

Nachdem die vom Internationalen Eisschnelllauf-Union (ISU) für zwei Jahre gesperrte Claudia Pechstein bei ihrem vor einem Schweizer Gericht erwirkten Weltcup-Start in Salt Lake City deutlich die Norm verfehlt hatte, verlief die erste Teil-Nominierung für den DOSB-Chef und seine Präsidiumskollegen in entspannter Atmosphäre. Zwar habe man sich laut Bach mit Pechstein beschäftigt, weil der Fall eine wichtige Entwicklung für den deutschen Leistungssport beinhalte, aber eine Nominierung stand wegen der fehlenden sportlichen Qualifikation der Berlinerin nicht zur Debatte. «Sie hat die Kriterien nicht erfüllt», sagte Bach.

Auch der Fall Ingo Steuer bereitete (noch) keine Kopfschmerzen. Weil momentan offen ist, wie viele Betreuer im Eiskunstlaufen nach Kanada entsandt werden dürfen, stand dieser nicht auf der Agenda. Der Coach der Paarlauf-Weltmeister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy war wegen seiner Stasi-Vergangenheit vor vier Jahren zunächst nicht berücksichtigt und erst nach einer Einstweiligen Verfügung für Turin nominiert worden.

Die Entscheidung für Vancouver fällt am 22. Januar, die Zeichen stehen auf Grün. «Steuer ist eingeplant und vom Eislauf-Verband vorgeschlagen, seitens des Sports gibt es keine Einwände», hatte Hubertus Schulte vom DOSB bereits im Vorfeld der ersten Nominierungsrunde erklärt.

dpa-infocom



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