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Abschied ohne Glanz für Eiskunstläuferin Dytrt?

Mannheim Stefan Lindemann hat nicht gekniffen - Annette Dytrt muss sich den Vorwurf gefallen lassen.

Im Gegensatz zum Erfurter, der wegen Adduktorenproblemen monatelang am Comeback schuftete, zog sich die fünfmalige Meisterin kurz vor den Titelkämpfen mit einer Fußverletzung zurück.

«Ich hatte Anfang der Woche ein Gespräch mit ihr und war sehr überrascht», erzählt Trainer Michael Huth. Nach der verpassten Qualifikation für die Olympischen Winterspiele, als Dytrt mehrmals kläglich an der Norm von niedrigen 128 Punkten scheiterte, war die Motivation weg. Und damit auch die Chance auf Europa- und Weltmeisterschaften.

Zunächst hatte die Münchnerin mit einer Klage gegen die Deutsche Eislauf-Union (DEU) gedroht, weil ihr die Olympia-Kriterien unfair erschienen. Ebenso wie das Eistanzpaar Carolina und Daniel Hermann pochte sie auf unklare Formulierungen in den Qualifikations- Bestimmungen. «Die ganze Sache war unschön, mitten in der Saison wurde uns mitgeteilt, dass nur die ersten drei Wettkämpfe zählen», kritisiert Huth, «das muss doch vorher für alle glasklar sein». Die DEU sollte für die nächsten Winterspiele daraus lernen, empfiehlt der Oberstdorfer Coach.

Ob die 26 Jahre alte Dytrt noch einen Winter bei ihm im Allgäu bleibt oder nach dem geplatzten Olympia-Traum ihre Karriere glanzlos beendet, weiß er nicht. Für eine Läuferin mit ihrer Ausstrahlung und ihrem Talent wäre es schade. Ihre beste internationale Platzierung war Rang zwölf bei der WM vor zwei Jahren und der siebte Platz in Europa im Januar. Aber einen Wettkampf, bei dem für die 1,58 kleine Athletin alles glatt lief, gab es fast nie. Entweder das Kurzprogramm misslang, oder die Kür war verwackelt. «Eigentlich habe ich Angst vor dem Publikum», sagte Dytrt einst. Für den Erfolg eilte sie in den vergangenen Jahren von Trainer zu Trainer.

Bei ihrem Wechsel von München nach Oberstdorf zu dem als Schleifer bekannten Karel Fajfr machte sie einen Sprung nach vorn, zudem wurde sie noch schlanker. Nur eins bekam die hübsche Blonde nie in den Griff: Ihre Nerven. Als sie sich vor eineinhalb Jahren der Trainingsgruppe von Huth und Ex-Europameisterin Carolina Kostner anschloss, wirkte sie glücklich. Doch schon zu Beginn dieser Saison, die alles krönen sollte, hieß es immer wieder, sie sei verletzt. In Form kam sie nie. «Ihre Schwankungen waren für mich nicht nachvollziehbar», sagt Huth.

Bis zum Sommer macht sie im Rahmen der Bundeswehr eine Ausbildung zur Bürokauffrau. Aber eigentlich träumt sie von Fernseh-Auftritten wie von Katarina Witt oder Tanja Szewczenko. Die beiden Vorbilder haben sich vor ihrer zweiten Karriere allerdings im harten Eissport durchgebissen. Den Nachweis blieb Dytrt bislang schuldig. Von Britta Körber, dpa

dpa-infocom



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