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TuS Koblenz

Paucken belohnt sich für seinen Fleiß

Koblenz Das gibt es in Zeiten des globalisierten Fußballs nicht allzu oft.

Bei Zweitligist TuS Koblenz ist in Dieter Paucken derzeit ein waschechter "Schängel" die Nummer eins.

Manchmal muss man eben auch einen Umweg gehen, um ans Ziel zu kommen. So oder so ähnlich könnte man die Karriere von Dieter Paucken zusammenfassen, der einst aus Koblenz auszog, um die Fußball-Welt zu erobern. Genauer gesagt aus Neuendorf, wo die Wiege von Zweitligist TuS Koblenz steht. Nun, rund acht Jahre später, erfüllt sich für den 27-Jährigen ein kleiner Traum: Wenn nichts dazwischenkommt, wird Paucken zum Rückrundenstart gegen 1860 München zum zweiten Mal in dieser Saison bei seinem Heimatverein von Beginn an zwischen den Pfosten stehen.

Was zum einen daran liegt, dass Stammtorwart David Yelldell nach wie vor an einem Innenbandriss im Knie laboriert und wohl noch bis Ende Januar pausieren muss. Was zum anderen aber am Fleiß des 1,93-Meter-Mannes liegt, der vor der Saison eigentlich nur als Nummer drei verpflichtet worden war. "Ich habe lange darauf hingearbeitet, endlich zu spielen", freut sich Paucken.

Das war etliche Jahre nur sehr sporadisch der Fall. Bis zur A-Jugend hütete der Neuendorfer bei der TuS das Tor, versuchte sich dann ohne Erfolg bei Mainz 05 - um dem Fußball anschließend zwischenzeitlich ganz den Rücken zu kehren. Erst mit dem Engagement beim FV Engers ging es für Paucken wieder bergauf.

Über den damaligen Oberligisten ging es sogar zum 1. FC Köln, wo ihm der Durchbruch aber verwehrt blieb. Immerhin: Im Trikot der U 23 erzielte er im September 2006 das "Tor des Monats", als ihm in der Schlussminute des Oberliga-Spiels gegen Velbert per Fallrückzieher (!) das 1:1 glückte.

Vielleicht wäre Paucken ja sogar ein Mann für den schwächelnden Angriff der Koblenzer - aber in erster Linie ist er natürlich dazu da, um Tore zu verhindern. Und wenn man so will, ist der Schlussmann einer der wenigen Gewinner beim Zweitligisten. Im Vorfeld der Hinrunden-Partie beim 1. FC Kaiserslautern bekam er den Vorzug vor Marcus Rickert, um nach der Verletzung von Yelldell vor 35 000 Zuschauern auf dem Betzenberg seine Feuertaufe in der Zweiten Liga zu bestehen. "Ich war anfangs schon ein bisschen nervös", gibt er heute zu, "aber als ich den ersten Ball gefangen habe, ging es dann."

In Kaiserslautern bewahrte er die TuS in den abschließenden 30 Minuten vor einem Debakel, auch beim 0:1 gegen den FSV Frankfurt hielt er die Koblenzer mit einer Glanztat lange im Spiel. Mit einer starken Leistung bei dem Hallenturnier in Frankfurt sowie beim 0:0 gegen Wehen hat er auch in der Rückrunden-Vorbereitung seinen Platz als Nummer eins auf Zeit gefestigt. Sehr zur Freude von Trainer Petrik Sander, der damit zumindest eine Baustelle weniger hat: "Im Tor müssen wir uns schon mal keine Gedanken machen." (Sven Sabock)

RZO


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