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Neuner zurück: Dritte im Biathlon-Sprint

Ruhpolding Magdalena Neuner hat den erhofften ersten Saisonsieg beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding knapp verpasst, mit Rang drei und 40,6 Sekunden Rückstand auf die Siegerin aber ein erfolgreiches Comeback gefeiert.

Beim Sieg der Schwedin Anna Carin Olofsson-Zidek in 23:49,6 Minuten leistete sich Neuner im Sprint über 7,5 Kilometer vor mehr als 15 000 begeisterten Zuschauern zwei Fehler im Stehend-Schießen, die sie auch mit einer beeindruckenden Laufleistung nicht mehr kompensieren konnte. «Ich bin insgesamt zufrieden. Ich bin sehr motiviert ins Rennen gegangen, vielleicht sogar etwas übermotiviert», sagte die sechsfache Weltmeisterin, die zuletzt wegen Rückenproblemen pausieren musste. «Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut läuft, nachdem ich am vergangenen Wochenende nicht einmal gehen konnte», sagte Neuner. «Der Rücken der Nation ist wieder heile.»

Die übrigen Deutschen verpassten bessere Platzierungen am Schießstand und haderten ein wenig mit den Sichtverhältnissen. «Es war schon ziemlich dunkel, aber das soll keine Entschuldigung sein», sagte Kati Wilhelm, die am Ende 13. wurde. Zweitbeste DSV-Athletin war Andrea Henkel auf Platz sechs, Tina Bachmann kam als 14. ebenfalls noch unter die Top 15. Bundestrainer Uwe Müssiggang war dementsprechend zufrieden. «Es war eine tolle mannschaftliche Leistung. Lena hat ein phänomenale Laufleistung gezeigt. Es war die richtige Entscheidung, sie in Oberhof pausieren zu lassen.»

Wenige Tage nach ihrer auskurierten Wirbelblockade im Rücken, die sie zur Absage der Rennen in Oberhof gezwungen hatte, zeigte sich Neuner in starker Verfassung. Läuferisch war die Wallgauerin wieder eine Klasse für sich, auch im Liegendschießen erfüllte sie die Pflicht. «Das erwarte ich von mir», sagte die 22-Jährige nach ihrem dritten Podestplatz der Olympia-Saison trocken, während Bundestrainer Uwe Müssiggang erleichtert die Faust ballte und ein «Bravo» in die kalte Ruhpoldinger Luft rief.

Wilhelm vergab den Sieg mit zwei Fehlern bereits im Liegend-Schießen. «Es ist ärgerlich, wenn man im ersten Schießen zwei Scheiben liegen lässt. Da nutzen einem die super Laufleistung und ein tolles Stehend-Schießen auch nichts mehr», sagte Wilhelm. Andrea Henkel leistete sich wenige Tage nach ihrem ersten Saisonsieg beim Massenstart in Oberhof nur einen Schießfehler, konnte am Ende aber nicht mehr zulegen und verpasste das Podest. «Auf der dritten Runde war ich total im Eimer», sagte die 32-Jährige. Martina Beck schoss ebenfalls lediglich einmal daneben, konnte läuferisch aber nicht mit der Spitze mithalten. «Es war ganz ok. Mit der Laufleistung bin ich zufrieden», sagte die Mittenwalderin nach Rang 16.

Nicht gut lief es für Simone Hauswald, die in der vergangenen Woche das Sprintrennen in Oberhof noch gewonnen hatte. Nach einem «Nuller» im Liegendschießen leistete sich die 30-Jährige im Stehend-Anschlag gleich drei Fahrkarten und verpasste als 18. eine vordere Platzierung. «Ich bin einfach nicht ins Rennen reingekommen», sagte Hauswald. Juliane Döll wurde mit drei Schießfehlern 65.

Die deutschen Männer stehen im Sprint am folgenden Tag gewaltig unter Druck. Bislang gelang nur dem dreifachen Olympiasieger Michael Greis in Oberhof mit Platz zwei im Sprint der Sprung auf das Podest. Für Simon Schempp, Daniel Böhm und Alexander Wolf geht es sogar noch um die Olympia-Norm. «Ich hoffe, dass ich zum zweiten Mal die halbe Norm schaffe», sagte Schempp.

dpa-infocom


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