pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
 Sport-Thema 

Trotz Dachschaden auf Schalke: Keine Ausfälle

Düsseldorf Die Meteorologen geben Entwarnung. Rechtzeitig zum Start in die Rückrunde lassen die Schneefälle nach.

Das nimmt allen Beteiligten die Angst vor einem missratenen Start in das neue Fußball-Jahr mit zahlreichen Spielausfällen.

Auch eine verschärfte Diskussion über die von einigen Vereinsvertretern kritisierte Verkürzung der Winterpause wird wohl ausbleiben. Dank der von der Deutschen Fußball Liga (DFL) für alle Erst- und Zweitligisten vorgeschriebenen Rasenheizungen sind alle Spielflächen weitgehend eis- und schneefrei. Einzig die Räumung der Parkplätze und Zuwege bereitet mancherorts noch Probleme. «Wir stehen in enger Abstimmung mit den Vereinen. Bisher ist noch kein Spiel wegen der Wetterlage abgesagt worden», sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus.

Ausgerechnet die mit einem schützenden Dach versehene Arena in Gelsenkirchen bereitet noch die größten Probleme. Ein etwa 150 Meter Quadratmeter großes Loch in der Konstruktion ließ Zweifel aufkommen, ob das Duell gegen Nürnberg angepfiffen werden könnte. Nach Prüfung des Schadens gab der Revierclub Entwarnung. «Bei der Untersuchung bestätigten Prüfstatiker und Sachverständige indes, dass die Sicherheit der Zuschauer der Veltins-Arena nicht gefährdet ist», hieß es in einer Club-Mitteilung.

Die Vorgabe des Weltverbandes, dass der Ligabetrieb für alle WM-Teilnehmer vier Wochen vor dem ersten Turnierspiel in Südafrika abgeschlossen sein muss, veranlasste zum frühesten Rückrundenstart seit 30 Jahren. «Die FIFA hat aus heiterem Himmel ab 15. Mai eine Schutzsperre für alle WM-Spieler verhängt. Ausnahme ist nur das Champions-League-Finale», sagte Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung. Ungeachtet der Kritik an der kurzen Winterpause soll nach Aussage von Hieronymus auch im kommenden Jahr ähnlich verfahren werden: «Wir haben uns mit den Vereinen abgestimmt, in dieser sowie der nächsten Spielzeit einen Test laufen zu lassen. Wir werden danach eine Bewertung vornehmen im Hinblick auf die Belastung der Spieler.»

Die Kommentare zu der mitunter nur einwöchigen Trainingspause fielen höchst unterschiedlich aus. «Wir haben nicht viel an Rhythmus verloren», befand Bayerns Stürmer Ivica Olic zwei Tage vor dem Rückrundenauftakt des Rekordmeisters gegen Hoffenheim. Ähnlich positiv sah es Berlins Trainer Friedhelm Funkel: «Im Grundlagen- Ausdauerbereich mussten wir nicht so viel machen.» Leidtragende der kurzen Winterpause waren die vielen Rekonvaleszenten: Ihnen blieb zu wenig Zeit zur vollständigen Genesung. So muss der Hamburger SV weiter auf zahlreiche Stars wie Zé Roberto und der FC Bayern auf Problemfall Franck Ribéry verzichten.

Als großer Favorit geht der FC Bayern ins Rennen. Obwohl die Münchner seit 51 Spieltagen nicht mehr Tabellenführer waren, werden sie hoch gehandelt. 14 der 18 von der Deutschen Presse-Agentur dpa befragten Trainer der Liga trauen ihnen den Titel zu, Tabellenführer Leverkusen wurde dagegen nur viermal genannt. Mit einem Erfolg am Freitag könnte das am Ende der Hinrunde viermal siegreiche Team von Trainer Louis van Gaal zumindest für einen Tag den Platz an der Sonne zurückzuerobern. «Wir müssen eine Präsentation machen wie am Ende des letztes Jahres», sagte Olic voller Hoffnung auf ein weiteres Achtungszeichen der Bayern.

Doch auch Spitzenreiter Leverkusen und Verfolger FC Schalke gehen mit breiter Brust in die Rückrunde. Gebetsmühlenartig versuchte Bayer-Coach Jupp Heynckes in den vergangenen Tagen, die Zweifel an der Meisterreife seines Teams zu zerstreuen. Angesichts gewachsener Stabilität sei diesmal kein Einbruch nach der Winterpause zu befürchten. Auf die Frage, ob der wenig schmeichelhafte Begriff «Vizekusen» am Ende der Saison seine Berechtigung verlieren könnte, antwortete Torjäger Stefan Kießling in den «Ruhr Nachrichten» (Mittwoch-Ausgabe) mit Humor: «Vizekusen? Habe ich noch nie gehört.»

Mit prominenten Verstärkungen wie Theofanis Gekas, Lewan Kobiaschwili sowie Breno und Andreas Ottl wollen die Kellerkinder aus Berlin und Nürnberg den drohenden Abstieg verhindern. Doch die meisten Einkäufe tätigte der eigentlich finanziell klamme FC Schalke. Trotz der Zugänge von Alexander Baumjohann (Bayern München), Peer Kluge (1. FC Nürnberg), Edu (Suwon Blue Wings/Südkorea), Tore Reginiussen (Tromsö IL/Norwegen), Bogdan Müller (SpVgg. Neckarelz) und Besart Ibraimi (Renova Cepciste) stapelt Trainer Felix Magath tief: «Den Gewinn der Meisterschaft schließe ich aus.» Von Heinz Büse, dpa

dpa-infocom

Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Skifahren in der Region
RZ-Blog