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 Magazin-Brennpunkt 

Spaß für alle: Familien-Skigebiet Galtür

Galtür Die Dreijährigen üben unter Aufsicht von Skilehrern und Maskottchen «Siggi» in der «Zwergerlwelt».

Die Achtjährigen flitzen im «Abenteuerland» vorbei an Hexen und Waldgeistern, und die Teenager wagen auf der Cross-Strecke kühne Sprünge.

Das Tiroler Bergdorf Galtür präsentiert sich mit dem «Silvapark» als Familien-Skigebiet. Der «Actionpark» richtet sich an Jugendliche und sportliche Erwachsene, im «Heldenland» sind geübte Freestyler und -rider gut aufgehoben. Und im Sektor «High & Nordic» sind Skitouren ins Hochgebirge und viele Langlaufloipen vertreten.

Galtür? Da war doch was? Die Katastrophe ist zwar schon mehr als zehn Jahre her, aber sie bleibt in Erinnerung: Am 23. Februar 1999 war nach wochenlangen Schneefällen eine riesige Staublawine bei Galtür abgegangen. Auf einer Breite von 400 Metern war sie in das Dorf gedonnert. 31 Menschen starben damals unter den Schneemassen. Heute wird Galtür durch eine Mauer geschützt - und setzt weiter voll auf das Thema Wintersport.

«Bei uns ist für jeden was dabei» , sagt Skilehrer Rudi, der mit den Gästen auch Schneeschuhwanderungen macht - zum Beispiel eine etwa zweistündige Tour von der Alpkogelbahn in Richtung Zeinisjoch und dann herunter nach Wirl. Der Schnee knirscht, die Sonne lässt den Schnee glitzern, die Oberschenkel brennen, der Puls geht schneller. Immer wieder schauen die Spitzen der Bäume aus dem Schnee und lassen erahnen, wie die Bergwelt im Sommer aussieht.

«Wir haben noch eine Tour Richtung Breitspitze, die ist schon sehr anspruchsvoll, es sind dann schon eher vier bis fünf Stunden», sagt Rudi. Außerdem gibt es regelmäßig Nachtwanderungen mit Schneeschuhen von Galtür in Richtung Maton zur Wildererhütte. Umgeben von einigen Dreitausendern, macht das Schneeschuhwandern besonders Spaß - und wer Glück hat, sieht auf den Hängen sogar Gämsen. Allerdings müssen sich die Teilnehmer, wie auch beim Tourengehen, mit dem Thema Sicherheit befassen. Auch Schneeschuhwanderer lösen Lawinen aus. «Die ganze Lawinenausrüstung sollte man dabei haben: Schaufel, Sonde, Lawinensuchgerät und einen Partner natürlich», rät Rudi.

An das Unglück von 1999 erinnert eine Ausstellung im «Alpinarium». Das Gebäude ist ein zentraler Bestandteil der 345 Meter langen und 19 Meter hohen Schutzmauer. Das Museum beschäftigt sich aber auch mit dem Phänomen des Klimawandels. Außerdem gibt es im «Alpinarium» eine Indoor-Kletterwand: Eltern können Kaffee trinken und Topfenstrudel essen, während ihre Kinder ihre Künste an der Boulderwand erproben.

Auch die Hotels in Galtür sind ganz auf Familien eingestellt - zum Teil gibt es eine Betreuung selbst für Säuglinge, so dass die Eltern beruhigt über die verschneiten Pisten fahren können, während ihre Kleinen im «Bärenland» des Hotels toben, mit der Skischule unterwegs sind oder aber als ganz Kleine in einer Wiege im Hotel schlummern.

Webseite von Galtür mit weiteren Informationen: www.galtuer.com

Internet-Auftritt des Museums: www.alpinarium.at Von Claudia Steiner, dpa

dpa-infocom