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Wissenschaft

Kokain erhöht Gefahr eines plötzlichen Herztods

Madrid Der Konsum von Kokain erhöht nach einer spanischen Studie die Gefahr eines plötzlichen Herztods.

Kokaingenuss spiele bei mehr als drei Prozent der Fälle von «Sudden Death» eine Rolle, berichten spanische Mediziner im «European Heart Journal» vom Mittwoch.

«Unsere Forschungen zeigen, dass der Kokainkonsum Änderungen am Herzen und an den Arterien auslöst, die zu einem plötzlichen Tod führen können», betonte der Leiter des Forschungsteams, Joaquín Lucena, vom Institut für Gerichtsmedizin in Sevilla. Dabei spiele es keine Rolle, ob viel oder wenig Kokain konsumiert werde. «Jede Menge dieses Rauschgifts ist potenziell schädlich.» Die negativen Wirkungen von Kokain würden noch verstärkt, wenn die Droge zusammen Tabak oder Alkohol konsumiert werde.

Die Mediziner hatten die Daten von 668 Menschen untersucht, die in der Zeit von 2003 bis 2006 im Südwesten Spaniens Opfer eines plötzlichen Herztods geworden waren. Die Forscher gehen davon aus, dass Fälle von Sudden Death als Folge von Kokaingenuss nicht nur in Spanien, sondern auch in anderen Ländern Europas immer häufiger vorkommen werden. Der Konsum des Rauschgifts sei zu einem öffentlichen Gesundheitsproblem geworden. In Europa konsumieren nach Angaben der Mediziner zwölf Millionen Menschen - 3,7 Prozent der Bevölkerung von 15 bis 64 Jahren - die Droge.

dpa-infocom