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Deutsche Aktien schließen im Plus

Frankfurt - Der Dax hat zum Handelsschluss am Donnerstag noch ein kleines Plus gerettet. Gestützt habe die Hoffnung auf eine weiterhin gute Versorgung der Wirtschaft mit billigem Geld, sagten Börsianer.

Nach einer Berg- und Talfahrt stieg der Leitindex letztlich um 0,43 Prozent auf 5.988,88 Punkte. Nach Veröffentlichung enttäuschender US-Konjunkturdaten war er zwischenzeitlich ins Minus gerutscht. Der MDax legte um 1,14 Prozent auf 7.945,23 Punkte zu und für den TecDax ging es um 1,29 Prozent auf 862,83 Punkte nach oben.

Die US-Konsumzahlen seien zwar nicht berauschend ausgefallen, sagte Robert Halver, Marktanalyst bei der Baader Bank. In den USA waren die Einzelhandelsumsätze im Dezember überraschend gefallen. Grundsätzlich aber hätten schlechtere Konjunkturdaten die sehr angenehme Konsequenz, dass sich die Ausstiegsstrategie der Notenbanken verzögere und damit das üppige Liquiditätsumfeld erhalten bleibe. Die Märkte erwarteten zudem nach Börsenschluss in den Vereinigten Staaten einen positiven Quartalsbericht des weltgrößten Chipherstellers Intel und dies habe die Notierungen zusätzlich gefestigt. Mit dem erwartungsgemäß bei 1,00 Prozent belassenen Leitzins hatte die Europäische Notenbank (EZB) dagegen keine neuen Akzente gesetzt.

SAP-Titel sprangen nach erfreulichen vorläufigen Zahlen an und gewannen 1,89 Prozent auf 35,35 Euro. Der Softwarehersteller hatte mit seinen Umsätzen im vergangenen Jahr die Markterwartungen übertroffen. Am 27. Januar will SAP die vollständigen Zahlen sowie einen Ausblick auf 2010 geben. Analyst Marco Günther von der Hamburger Sparkasse sprach von einem besser als erwarteten Zahlenwerk. "Insbesondere die starke Margenentwicklung, die über dem Zielkorridor liegt, sticht ins Auge", hob er hervor. Für Südzucker-Aktien ging es nach Zahlen um 7,08 hatteim dritten Geschäftsquartal 2009/10 dank nachlassender Belastungen aus der Reform der EU-Zuckermarktordnung einen kräftigen Gewinnsprung verbucht. "Die Zahlen sind insgesamt etwas besser als erwartet ausgefallen", sagte ein Händler.

Im Dax hielten Commerzbank-Papiere nach einem Interview die Spitze und gewannen 2,69 Prozent auf 6,73 Euro. Der für das Investmentbanking zuständige Vorstand Michael Reuther hatte dem "Handelsblatt" gesagt, dass er schon 2010 eine schwarze Null in der Sparte für möglich hält. Ein Börsianer meinte: "Das ist natürlich positiv für die Stimmung."

Aktien des Chipherstellers Infineon stiegen um 1,24 Prozent auf 4,162 Euro. Händler verwiesen darauf, dass steigende Speicherchip-Preise bei den Aktien von Samsung Electronics und Hynix Semiconductor für sehr feste Notierungen gesorgt hätten. Daimler-Papiere profitierten mit plus 2,53 Prozent auf 37,10 Euro von einem Pressebericht. Der Autobauer braucht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge Zeitarbeiter, um die Nachfrage nach E- und S-Klasse zu bedienen. Der Tiefpunkt der Absatzkrise scheine durchschritten, zumal auch die Kurzarbeit in Sindelfingen beendet worden sei. "Die genannten 300 Zeitverträge sind zwar nicht viel, aber ein positives Stimmungssignal", sagte ein Börsianer. Die S-Klasse sei die Baureihe mit der höchsten Marge innerhalb des Konzerns.

Nach einer Hochstufung durch die Deutsche Bank sprangen Titel von Celesio um 9,67 Prozent auf 20,42 Euro an - das höchste Niveau seit August 2009. Der Pharmahändler habe das Schlimmste hinter sich, hatte Analyst Holger Blum in seiner Studie konstatiert. Daher sei er nach drei Jahren Skepsis nun wieder optimistisch. Der Experte hatte sein Votum von "Hold" auf "Buy" und das Kursziel von 19 auf 24 Euro angehoben. Blum rechnet wieder mit einem Gewinnwachstum, wenn auch von einer niedrigen Basis aus.

Evotec-Aktien stiegen im TecDax um 4,96 Prozent auf 2,22 Euro. Das Biotechnologie-Unternehmen verlängert seine Zusammenarbeit mit der CHDI Foundation bis Ende 2012. Ziel der Kooperation ist es, neue Therapien zur Behandlung der Huntington'schen Erkrankung - einer vererblichen Erkrankung des Nervensystems - zu finden. Zudem gewannen die Papiere von United Internet 3,86 Prozent auf 10,345 Euro. Der Internetdienstleister will bis zu fünf Millionen eigene Aktien an der Börse kaufen. Die zurückgekauften Aktien könnten zu allen in der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 26. Mai 2009 genannten Zwecken verwendet werden. Darunter seien bestehende und künftige Mitarbeiter-Beteiligungsprogramme oder als Akquisitionswährung. Ein Einzug sei ebenfalls möglich.

dpa-infocom