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Insolvenz von Japan Airlines steht bevor

Tokio - Die Insolvenz der hoch verschuldeten Fluggesellschaft Japan Airlines (JAL) steht bevor: Die wichtigsten Gläubigerbanken haben ihren Widerstand gegen eine staatlich gelenkte Insolvenz aufgegeben.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, akzeptierten die Mizuho Corporate Bank, Bank of Tokyo-Mitsubishi UFJ und Sumitomo Mitsui Banking sowie die staatliche Entwicklungsbank offiziell einen gerichtlich begleiteten Umstrukturierungsplan.

Die staatliche Enterprise Turnaround Initiative Corp (Etic), die mit der Sanierung der größten Airline Asiens beauftragt ist, dürfte am Dienstag kommender Woche einen Restrukturierungsplan für JAL vorlegen. Am gleichen Tag wird zudem mit der Beantragung von Gläubigerschutz durch die Fluglinie gerechnet. Es ist eine der größten Insolvenzen in der japanischen Unternehmensgeschichte.

Die Gläubigerbanken hatten bislang eine Insolvenz abgelehnt und stattdessen eine außergerichtliche Restrukturierung bevorzugt - aus Sorge um Verluste bei ihren eigenen Aktienbeständen. Au8ßerdem befürchteten sie, dass JAL dadurch noch mehr Kunden verlieren könnte. Doch nun stimmten sie laut Medien der von der ETIC geplanten Umstrukturierung in der Einsicht zu, dass nur die staatliche Sanierungsgesellschaft die nötigen Milliardenkredite stellen könne. Anderenfalls breche JAL zusammen. Die Banken gaben ihre vorläufige Zustimmung bereits Anfang der Woche.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Kyodo wollen die drei größten privaten Gläubigerbanken auch einem umfangreichen Schuldenerlass zustimmen. Sie könnten demnach zusammen mit regionalen Banken aufgefordert werden, einen Schuldenerlass von bis zu 350 Milliarden Yen (2,6 Mrd Euro) zu gewähren. Die Schulden von JAL sollen die Vermögenswerte um mehr als die Hälfte übersteigen. Seit Monaten zeichnet sich ab, dass die einstige Staats-Airline ohne einen radikalen Neuanfang nicht überleben kann. Sie kann sich nur mit Notkrediten in der Luft halten.

dpa-infocom