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Aigner: Auch Landwirtschaft bei Klimaschutz gefordert

Berlin - Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat zur Eröffnung der Grünen Woche die Verantwortung von Agrarwirtschaft und Ernährungsindustrie bei der Bewältigung des Klimawandels unterstrichen. Auch die Landwirtschaft müsse die Chance ergreifen und Teil der Lösung sein.

Das sagte die Ministerin am Donnerstag bei der Eröffnung der 75. Grünen Woche in Berlin. Sie wolle bei einem Gipfeltreffen mit Kollegen aus aller Welt Grundlagen für ein Arbeitsprogramm zur Bewältigung des Klimawandels durch die Landwirtschaft diskutieren. Erwartet werden 56 Minister. «Langfristiges muss unser Ziel sein, die Klimaeffizienz in der Agrarproduktion und gleichzeitig die Erträge zu verbessern», sagte Aigner. Der Klimawandel bringt Chancen und Risiken mit sich.    

Die Ministerin kündigte zudem an, das Thema Ernährungsbildung in Kindergärten und Schulen fortzuführen. Es soll eine umfassende Bildungsinitiative zur Verbraucherkompetenz auf den Weg gebracht werden. «Wer aus der Schule kommt, sollte nicht nur die vier Grundrechenarten beherrschen, sondern auch das Einmaleins der Verbraucherkompetenz», sagte die Ministerin, die auch für den Verbraucherschutz zuständig ist. Das fange bei einem gesunden Lebensstil an, gehe über Grundkenntnisse von Finanzprodukten und umfasse auch das sichere Zurechtfinden in der digitalen Welt.

Auf der weltgrößten Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft zeigen 1600 Aussteller aus 56 Ländern ein Angebot aus fünf Kontinenten. Partnerland der Jubiläumsveranstaltung ist Ungarn. Die Messe Berlin erwartet bis zum 24. Januar mehr als 400 000 Besucher. Die erste Grüne Woche fand 1926 statt. Die Messegesellschaft will an den zehn Ausstellungstagen den insgesamt 30-millionsten Besucher begrüßen.

Bauernpräsident Gerd Sonnleitner forderte angemessene Preise für Agrarprodukte. «Es ist überfällig, dass die Arbeit und die Produkte der Bauern wieder ihren Preis wert sind», sagte er. Unter dem ruinösen Verdrängungskampf der Lebensmittelkonzerne litten Bauern und Ernährungsindustrie gleichermaßen. Er appellierte an den Lebensmitteleinzelhandel: «Kommt endlich zur Vernunft.» Wettbewerb könne auch über Vielfalt, Originalität und Frische geführt werden und nicht nur über «Panikpreise nach alter Schlussverkaufsmanier». Kurz vor Messebeginn hatte auch die Ernährungsindustrie die Rabattschlacht im Lebensmitteleinzelhandel kritisiert. Dadurch werde die Existenz vieler mittelständischer Betriebe gefährdet.

Der Bauernverband ruft auf der Messe gemeinsam mit der Welthungerhilfe zu Spenden für Haiti auf. Die Besucher könnten in der Halle 3.2 und 1.2 Geld für das von einem Erdbeben schwer betroffene Land geben. Die Welthungerhilfe werde mit Partnern vor Ort dringend benötigte Hilfe organisieren.

dpa-infocom