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Die neuen Tapeten kennen keine Grenzen

Oldenburg/Frankfurt/Main Es ist ein eher unromantisches Bild: Riesige rote Augen glotzen aus einem grünen Froschgesicht von der Wand.

Fototapeten in gestochen scharfer Digitaldrucktechnik sind aber ein Trend, der in immer mehr Wohnungen einzieht.

«Und die Motive werden immer größer», erläutert Wohnexpertin Katharina Semling aus Oldenburg. Nicht nur in Restaurants und Bürogebäuden, auch in der Küche oder im Wohnzimmer schmücken jetzt riesige Blüten sowie Stadt- und Naturlandschaften die Wände. «Vor ein paar Jahren rückten zunächst Diskotheken, Modeläden und Coffee-Shops ihre Wände mit auffälligen Tapeten in den Vordergrund», erläutert Karsten Brandt vom Deutschen Tapeten-Institut in Frankfurt. So hätten die Designer die Zielgruppe der 16- bis 25-Jährigen erobert.

Diese Generation sei in den 90er Jahren aufgewachsen, deren Zuhause oft von schlichten weißen Wänden und minimaler Deko geprägt war. Deshalb hätten viele junge Leute heute Lust auf Farbe und Muster. Ein aufdringliches Motiv sollte allerdings auf eine Wand beschränkt werden, rät Semling. Alle weiteren Wände werden entweder weiß oder in Farben gestrichen, die im Muster vorkommen. «Viele Hersteller bieten inzwischen Kollektion an, in denen Farben und Muster aufeinander abgestimmt sind.»

Die Möbel sollten mit einer auffälligen Tapete farblich nicht konkurrieren. «Auf bunte Sofas und Kissen wird besser verzichtet.» Der Stil-Kombination sind ebenfalls keine Grenzen gesetzt: «Tapeten mit einem barocken Blumenmuster oder Vintage-Tapeten, die auf alt gemacht sind, passen sowohl zu schlichten Küchenmöbeln als auch zum Kronleuchter und Antiquitäten», sagt Semling. Wer es weniger auffällig mag, greift zur goldenen Strukturtapete mit «vornehmen Schlosscharakter», grafischen Mustern im 70er Jahre-Stil oder dem schlichten Blockstreifen.

Die Designer passen die Tapeten den Trends heute der Inneneinrichtung an, sagt Brandt. Deshalb ist auch das Farbspektrum extrem modisch - Beerentöne, Grau-Braun oder helle Gold-Nuancen. Mit neuen Walz-Techniken prägen die Designer außerdem neue Muster in die Tapeten. Angesagt seien auch Tapeten mit 3D-Motiven, die mit Perlen und Kristallen veredelt werden. Einen einzigen Trend gibt es aber nicht. Das Angebot der Hersteller sei riesig. Die größten hätten zwischen 3000 und 4000 Muster zur Auswahl.

Drei Viertel des Angebots seien allerdings Vliestapeten, die aus Zellstoff und Papier bestehen. «Der Vorteil ist, dass diese Tapeten direkt auf die eingekleisterte Wand geklebt werden und wieder abziehbar sind», erläutert Brandt. Den extravaganten Geschmack bedienen Textiltapeten aus Wolle, Jute, Leder und Seide. «Die sollten aber nicht großflächig, sondern nur als Akzent eingesetzt werden», empfiehlt Semling. Vintage-Tapeten kommen mit Hammerschlag-Muster in Gold, Silber und Kupfer-Farben daher. Vinyl- und Kunststofftapeten sind abwaschbar und haben oft geschäumte Oberflächen, die angemalt werden können. Gütesiegel und Prüfzeichen für Tapeten Tapeten sind in der Regel gesundheitlich unbedenklich. Der Verein Gütegemeinschaft Tapeten in Düsseldorf rät aber, nur Produkte mit dem RAL-Gütezeichen zu verwenden. Das Gütesiegel garantiere, dass die Tapeten gesundheitlich und ökologisch unbedenklich sind.

Der TÜV-Nord in Hannover hat Tapeten ausgezeichnet, die auch für Allergiker geeignet sind. Dabei handelt es sich um Raufaser- und Vliesraufasertapeten, die auf Bakterien, Pilze, allergieauslösende Inhaltsstoffe und giftige Schadstoffe untersucht wurden. Hersteller, deren Tapeten vom TÜV als unbedenklich für Allergiker eingestuft wurden, sind zum Beispiel Erfurt, Brillux und Sto. Von Anne Gottschalk, dpa

dpa-infocom


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